Schachwetten in der Schweiz: Wer darf, was kostet, wo die Marge sitzt

Updated Oktober 2026
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Ein hölzernes Schachbrett mit wenigen Figuren steht auf einem Tisch in einem hellen Raum, durch das Fenster fällt weiches Seitenlicht.

Über 54 % der Punkte holt Weiss im Schach im Mittel — und trotzdem enden 43 % der Partien zwischen Meistern remis. Genau diese Zahl ist der Grund, warum Schachquoten anders aussehen als Fussballquoten. Wer zum ersten Mal auf eine Partie setzen will, stösst auf drei Ausgänge statt zwei, auf einen Faktor, der bei jedem Anbieter im Preis steckt, und auf ein Rechtsrahmenwerk, das in der Schweiz nur zwei Veranstalter zulässt. Und er stösst auf Kosten: eine Marge, die bei jedem Markt mitläuft, eine Verlustlimite, die vor der ersten Wette gesetzt sein muss, und eine Sperrliste, die fremde Domains aus dem Netz nimmt.

Die Schachweltmeisterschaft 2024 wurde vom 25. November bis 12. Dezember 2024 in Singapur ausgetragen.

Stand: Oktober 29, 2026 — geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Gespa und die veröffentlichten Spielregeln sowie Teilnahmebedingungen der beiden konzessionierten Veranstalter.

Wie eine Schachpartie abläuft und was daraus für Quoten folgt

Das Brett hat 64 Felder, 8 × 8, und zu Beginn stehen 32 Figuren darauf: König, Dame, zwei Türme, zwei Springer, zwei Läufer und acht Bauern je Seite. Diese Nüchternheit ist der erste Kostenposten für jeden, der eine Quote lesen will. Ein Fussballspiel hat keinen dritten Ausgang, der derart häufig eintritt.

Ein Springer aus Holz steht allein auf einem Brett neben einer Schachuhr aus Metall, im Hintergrund unscharfe Bücherregale.
Im Schach erzielt Weiss im Mittel etwa 54 % der möglichen Punkte; bei Schachmeistern liegt die Remisquote bei etwa 43 %.

Für Anbieter von Wetten ist das keine Ästhetikfrage, sondern eine Preisfrage. Bei zwei Ausgängen kann der Buchmacher die Wahrscheinlichkeiten breiter streuen; bei drei Ausgängen muss er einen dritten Zustand bepreisen, der bei Spitzenspielern realistisch oft eintritt. Die Remisquote unter Meistern liegt bei etwa 43 %.

Warum Remis nicht der Ausnahmefall ist

Ein Remis entsteht nicht nur, weil zwei Spieler nicht weiterspielen wollen. Patt, also die Lage, in der der Spieler am Zug keinen legalen Zug hat und nicht im Schach steht, führt zum Remis. Dazu kommen die Einigung, die dreifache Stellungswiederholung auf Antrag eines Spielers und die 50-Züge-Regel, ebenfalls nur auf Antrag.

Automatisch, ohne dass jemand etwas beantragen muss, endet eine Partie bei fünffacher Stellungswiederholung und nach 75 Zügen ohne Bauernzug und ohne Schlagfall. Und dann gibt es noch die tote Stellung, in der kein Spieler mehr mattsetzen kann — das Brett hilft niemandem mehr.

Wer zum ersten Mal auf Schach setzt, rechnet mit Kampf und kommt bei einem technischen Remis heraus. Das ist keine Regelpanne, sondern die Normalität des Spiels.

Was der Anzugsvorteil über die Marge sagt

Eine Zahl aus dem Spiel selbst verrät nichts über den Preis einer Wette. Der Preisfaktor sitzt in der Quote, nicht auf dem Brett.

Wer Schachquoten mit Fussballquoten vergleicht, sieht schnell die tiefere Auszahlungsquote. Ein Drei-Ausgang-Markt gibt weniger Spielraum als ein Zwei-Ausgang-Markt, und der Faktor, der im Sporttip-Spielplan steckt, ist bei jedem Schachmarkt ein anderer als bei einem Bundesliga-Spiel. Deshalb steht auf den nächsten Seiten dieser Betrachtung ein einziger Markt mit einem einzigen Rechenbeispiel, statt einer Tabelle mit Zahlen, die kein Veranstalter veröffentlicht.

Der Faktor in jeder Quote: Auszahlungsquote und Marge

Der Quotenschlüssel ist ein Marktbegriff, kein Gesetzesbegriff: der Anteil aller Einsätze eines Marktes, der an die Wettenden zurückfliesst. Die Formel lautet 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), die Marge ist 100 % minus diesen Anteil. Wer eine Quote von 1.90 sieht, sieht noch nicht, welcher Teil davon ihm gehört.

Für ein illustratives Zwei-Wege-Beispiel mit Quoten von 1.90 auf beiden Seiten rechnet der Quotenschlüssel 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das ergibt eine Auszahlungsquote von rund 95 %, was einer Marge von rund 5 % entspricht. Ein Zahlenbeispiel, kein gestelltes Angebot: Es gibt keinen Anbieter, der auf dieser Seite mit 1.90/1.90 zitiert wird.

Der Massstab liegt also zwischen 93 % und 95 %, je nach Marktbreite. Bei einer Drei-Wege-Wette wie Schach, die den dritten Ausgang Remis beziffern muss, fällt die Marge typischerweise höher aus als im Zwei-Wege-Beispiel. Als Band gesagt: rund 93–95 % Auszahlungsquote, wenn der Markt sauber bepreist ist; bei Schach wird die untere Kante meist nicht erreicht. Der Faktor liegt daher eher bei 6 % bis 7 % als bei den 5 % des Beispiels. Wer eine Quote 1.90 nimmt und glaubt, 47 % Gewinnwahrscheinlichkeit gekauft zu haben, überzahlt: Der Break-even liegt bei 1/1.90, also rund 52,6 %, nicht bei 50 %.

Die Marge betrifft den Leser direkt, weil sie die Gewinnschwelle verschiebt und bei jeder Kombiwette multiplikativ wirkt. Eine Dreier-Kombi multipliziert die Marge, nicht nur die Quoten. Rechnerisch addieren sich bei zwei Sieger-Quoten von je 1.90 die Margen nicht, weil die Auszahlung innerhalb eines Marktes steckt; die Kombi baut auf den Nettopreisen auf. Der Effekt verschwindet nicht dadurch, dass der Wettschein länger wird.

Wer in der Schweiz was wetten darf — und was der Rechtsweg verschweigt

Vor jeder Rechnung steht die Frage, ob es einen Anbieter gibt, bei dem man überhaupt zu Schweizer Bedingungen setzen kann. Sportwetten sind hier ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e), beaufsichtigt wird es von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern (Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021). Die ESBK nicht, die beaufsichtigt nur Casinos.

Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei gedeckelt. Deshalb sind die Schweizer Anbieter keine Auswahl, sondern eine geschlossene Zahl: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, Loterie Romande mit Jouez Sport.

Der Schutz ist dabei doppelt: Der Schweizer Veranstalter bietet sein Programm unter Schweizer Aufsicht, und der Anbieter sitzt nicht im Ausland. Wer online teilnehmen will, braucht mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Geschäftsgebiet. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Verifikation ist gründlich, aber nicht kostenlos für den Anbieter — was sich in der Marge spiegelt, und die liegt nur in der Quote, nicht in der Werbung.

Die geschlossene Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten

Nicht jede Sportart ist zugelassen, und nicht jede Wettart. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten (Version 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) ist eine geschlossene Liste. Qualifikationsrunden sind nur enthalten, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste als Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podest zählt, Trainingsläufe nie. Und dann der springende Punkt: Weitere zugelassene Buchmacher gibt es nicht.

Die Konsequenz für die Rechnung ist einfach. Ein Wettender kann auf Schach nur setzen, wenn das Ereignis und die Wettart in der Liste stehen. Steht eine Schachpartie oder eine Schachwettart an einem Ort, den die Liste nicht kennt, hilft es nicht, sie auf einer Schweizer Seite zu sehen. Bei Veranstaltern ohne Schweizer Bewilligung sieht man ein anderes Bild.

Warum Sperrlisten einen Anbieter nicht zu einem Schweizer machen

Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blockieren (Art. 86–93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Dieses Domain-Hopping ist der Grund, warum die Liste eines Tages eine andere ist als die vorherige.

Dass ein Anbieter erreichbar bleibt, macht ihn nicht erlaubt. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, begeht eine Straftat, bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden. Und die Steuerfrage stellt sich anders: Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, die kantonale Praxis des Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen jedoch unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Die kantonalen Praxen unterscheiden sich — «je nach Kanton».

Der Anbietervergleich nach Bewilligung

Nur die beiden konzessionierten Veranstalter haben eine Schweizer Bewilligung. Die zehn hier besprochenen Marken stehen nebeneinander, weil ein Schweizer Wettender beiden Gruppen begegnet — nicht, weil sie gleich wären.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter oder gemeldete Bewilligung
Swisslos Sporttip ja — Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51, Aufsicht Gespa Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport ja — Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS, SR 935.51, Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport
Donbet nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)
Sportuna nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)
AmunRa nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)
myBet nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)
Betscore nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)
Gamdom nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)
MyStake nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)
Jackbit nein keine Bewilligung festgestellt; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS)

Auffällig ist die Symmetrie der dritten Spalte. Bei den zwei Schweizer Häusern steht dort ein Veranstalter mit Sitz, Genossenschaftsform und Produktname, bei den acht übrigen Brands steht eine Bewilligung, die es in der Schweiz nicht gibt. Das ist keine Lücke in der Tabelle, sondern die Tabelle selbst: Der Schweizer Markt kennt keine weiteren konzessionierten Sportwetten-Veranstalter.

Für den einzelnen Wettenden heisst das konkret: Er kann prüfen, ob ein Ereignis und eine Wettart in der Gespa-Liste stehen, und er kann prüfen, ob der Anbieter auf der Sperrliste steht. Beides ist für einen Schweizer Leser erreichbar, beides entscheidet aber nicht darüber, wie teuer die Wette ist — nur darüber, ob er im Zweifelsfall jemanden hat, den er fragen kann.

Verlustlimiten, Spielsperre und der Preis der langen Partie

Die erste Hürde vor der ersten Wette ist keine Quote, sondern eine Zahl, die der Wettende selbst einträgt. Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Diese Verzögerung ist der eigentliche Schutzmechanismus. Ein Wettender, der seine Limite erhöhen will, weil er eine Partie im Blick hat, merkt nach drei Tagen, dass die Partie vorbei ist. Das ist keine Behinderung, das ist der Zweck.

Gesetzlich sind die Limiten Sache des Spielers, nicht des Staates: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS); die Senkung wirkt sofort, die Erhöhung nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Eine gesetzlich feste Einzahlungsobergrenze kennt die Schweiz nicht.

Sperre und Register: warum die Partie keine Auszeit kennt

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Gesetzlich ist die Spielsperre in Art. 80–82 BGS geregelt: Überschuldete oder suchtgefährdete Personen werden ausgeschlossen, dazu kommt die Selbstsperre, erfasst in einem gemeinsamen Register gesperrter Personen. Eine freiwillige Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), und eine Fachstelle ist beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Schach verdient dazu eine eigene Bemerkung. Eine klassische Partie dauert Stunden, und die Livequote bewegt sich mit jedem Zug. Eine Limite für einen Tag ist deshalb keine Limite für eine Partie, sondern eine Limite für einen Nachmittag, an dem sich die Quote zehnmal neu stellt. Wer eine Verlustlimite setzt, setzt sie gegen diesen Rhythmus, nicht gegen einen einzelnen Entschluss.

Der tatsächliche Vollzug ist dabei nicht lückenlos. Bei Testkäufen der Gespa im Jahr 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Die Kontrolle an der Verkaufsstelle ist also nicht streng zu nennen — ein Argument dafür, die eigene Limite nicht durch eine fremde Kontrolle ersetzen zu lassen.

Was vor der ersten Wette klar sein muss

Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Ein Konto pro Spieler mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS). Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten — bei Schach ist dieser Punkt wichtiger als bei den meisten Sportarten, weil der Kreis der Aktiven klein ist.

Und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wer im Ausland spielt, braucht dieselbe Selbstkontrolle, bekommt aber keine Schweizer Aufsicht.

Spielplan, Kandidatenturnier und Weltmeisterschaftskampf

Die Schachweltmeisterschaft wird als Zweikampf zwischen dem Titelträger und einem Herausforderer ausgetragen, der sich in der Regel über das Kandidatenturnier qualifiziert. Zweimal, 1948 und 2007, wurde sie als Turnier ausgespielt.

Der Weltschachbund FIDE wurde 1924 in Paris gegründet und vergibt seit 1948 den Titel des Schachweltmeisters. Der erste Weltmeister war Wilhelm Steinitz, der 1886 den Zweikampf gegen Johannes Hermann Zukertort mit 12,5:7,5 gewann. Der Zweikampfformat ist also keine Modeerscheinung, sondern die Grundform.

Die Schachweltmeisterschaft 2024 wurde vom 25. November bis 12. Dezember 2024 in Singapur ausgetragen und im Modus Best of 14 klassische Partien gespielt; für den Sieg waren mindestens 7½ Punkte nötig. Dommaraju Gukesh gewann mit 7½:6½ gegen Ding Liren, bei 3 Siegen, 2 Niederlagen und 9 Remis. Ein Tiebreak war nicht nötig.

Bei Gleichstand nach 14 Partien hätte ein Tiebreak entschieden: erst Schnellschachpartien, dann ein Schnellschach-Minimatch, dann Blitzpartien, zuletzt Blitz mit plötzlichem Tod. Diese Stufen sind für jeden relevant, der auf ein Ergebnis setzt, weil die Partieform dort wechselt. Ein Sieg im Schnellschach-Tiebreak ist kein klassischer Sieg, und eine Wette auf den Zweikampf kann an dieser Stelle anders ausgehen als eine Wette auf eine einzelne Partie.

Warum der Modus die Quote teurer macht als der Name

Best of 14 heisst, dass 14 einzelne Ergebnisse zu einem Gesamtergebnis werden. Die einzelnen Partien sind nicht unabhängig, und die 9 Remis aus Singapur zeigen, wie stark der Ausgang zur Mitte neigt.

Für den Leser heisst das: Eine Wette auf den Ausgang einer 14-Partien-Serie ist keine 14-fache Einzelwette. Sie ist eine Serie, in der ein Drittel der Partien häufig unentschieden ausgeht und der Titelträger nur eine Mehrheit braucht. Die Anzahl der Züge sagt dabei nichts über die Anzahl der Ergebnisse.

Was bei Sporttip zur regulären Spielzeit zählt

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — beim Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Der Grundsatz gilt für jede Sportart: Was als Ereignis gewertet wird, steht im Wettprogramm, nicht in der Übertragung. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Eine Wette, die zu spät ankommt, ist also nicht verloren und nicht gewonnen, sondern zurückgezahlt.

Für Schach heisst das: Wer live auf eine Partie setzt, setzt auf eine Quote, die sich mit jedem Zug ändert, und trägt das Risiko der Platzierung in einer spielentscheidenden Situation selbst. Bei einer Sportart, in der ein technisches Remis mitten in der Partie eintreten kann, ist dieses Risiko kein Randfall. Wer auf ein Turnier setzen will, prüft zuerst, ob das Ereignis in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten steht.

Und wer im Schweizer Angebot bleibt, findet Schach nur, wenn die Liste es führt. Steht es nicht auf der Liste, gibt es kein Schach bei Swisslos und keines bei Loterie Romande — unabhängig davon, wie der Spielplan aussieht.

Was eine Sporttip-Wette in Zahlen kostet

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Diese 1’000 Franken sind die Grenze, an der sich der Kostenbegriff misst. Ein Systemwette mit 10’000 Franken ist keine grössere Wette als eine Einzelwette mit 1.90 — sie ist nur eine andere Form.

Für den Einsatz gibt es keine Schweizer Wettsteuer; eine solche gibt es nicht. Die Kosten der Wette sitzen in der Marge des Marktes und in der Gewinnschwelle, die sie verschiebt: Bei einer Quote von 1.90 muss der Leser rund 52,6 % Trefferwahrscheinlichkeit haben, um mit null herauszukommen. Das ist der Preis, unabhängig von der Einsatzhöhe.

Gewinne und Steuern: wann die Grenze überhaupt erreichbar wird

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Der kantonale Freibetrag weicht ab — «je nach Kanton». Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Deklaration in der Steuererklärung zurückgeholt wird.

Für einen typischen Wettenden heisst das: kein Steuerfreibetrag-Thema, keine Verrechnungssteuer. Der grösste Kostenfaktor bleibt die Marge.

Wer einen Gewinn über der Grenze erwartet, lässt sich beraten — Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung. Das ist keine Formalität, sondern die einzige Stelle auf dieser Seite, an der eine Zahl sechsstellig wird.

Was die ausländischen Marken kosten — und was der Schutz wert ist

Die folgenden acht Marken haben keine Schweizer Bewilligung. Das heisst nicht, dass sie nicht erreichbar wären; die Gespa führt eine Sperrliste, die Domains blockiert, aber ein blockierter Domain ersetzt sich innert Stunden. Wer eine dieser Seiten nutzt, nutzt sie ohne Schweizer Aufsicht, ohne Anschluss an das Schweizer Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsweg — und die Steuerfrage stellt sich nach kantonalem Recht, wie die Praxis des Thurgau zeigt.

Die Bewertung der ausländischen Marken kann sich hier nur auf das stützen, was zu ihnen bekannt ist: keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Wer eine dieser Seiten aufruft, prüft zuerst, welche ausländische Bewilligung tatsächlich genannt wird und ob sie in der Schweiz Wirkung hätte — sie hat keine.

Der Vergleich zwischen Schweizer und ausländischem Angebot ist kein Vergleich zweier gleichwertiger Optionen. Er ist der Vergleich zwischen einem vollständigen Schutz mit engem Programm und einem freien Programm ohne Schweizer Schutz. Keine der beiden Seiten ist per Voreinstellung die «sichere Wahl».

Vergleich der zehn Anbieter: Programm, Limiten, Auszahlungsregeln

Das Sporttip-Programm ist an die Gespa-Liste gebunden: Die Liste zeigt keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Wer ein Schachangebot sucht, sucht es also in einem Programm, das klar begrenzt ist.

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen selbst sperren, und die Verlustlimiten sind vor der ersten Teilnahme zu setzen. Beides sind Regeln, die den Anbieter binden, nicht den Wettenden.

Auch Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Diese Klausel gehört zur Bewertung, weil sie den Höchsteinsatz zu einer Momentaufnahme macht. Wer eine Wette plant, prüft die Limiten im eigenen Spielerkonto, nicht in einer Beschreibung.

Bei den ausländischen Marken ist die Bewilligungsfrage die einzige Vergleichsachse, die trägt. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer seine Wette dort abschliesst, hat im Konfliktfall keinen Schweizer Ansprechpartner.

Ein letzter Punkt zur Auszahlung. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im Schweizer bewilligten Wettangebot nicht; eine Kreditgewährung an Spielende ist ebenfalls ausgeschlossen (Art. 75 Abs. 1 BGS). Der Umweg über ein fremdes Konto ist damit keine Option, sondern ein Verstoss gegen die Bedingungen. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen Bedingungen.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Zehn Marken, zwei Gruppen, ein Massstab: Was die Wette kostet und wen man fragen kann, wenn etwas schiefgeht. Die Reihenfolge folgt der Schweizer Bewilligung.

Swisslos Sporttip: das Haus mit der Schweiz-Aufsicht

Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Dazu die Bewilligung als Grossspiel: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach dem BGS, SR 935.51, unter Aufsicht der Gespa.

Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer ausserhalb wohnt, kommt für ein Online-Konto nicht in Frage — nicht als Härtefall, sondern als Gebietsgrenze.

Ein Zahlenbeispiel für die Grösse des Hauses: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe); aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Der Rückgang um CHF 13 Mio. in einem Jahr ist die deutlichere Zahl. Das Sportwetten-Geschäft wächst nicht gegen den Trend; es schrumpft.

Die Höchsteinsätze — CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 10’000 für Systemwetten — treffen den Gelegenheitswettenden nicht und den Vielspieler deutlich. Wer regelmässig vierstellig setzt, findet hier keine Spielwiese, sondern eine Decke.

Einen Quotenboost gibt es nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Ein Boost ist damit ein Angebot mit Verfallsdatum, das an eine Bedingung geknüpft ist, die viele Wettende brechen, ohne es zu merken.

Beim Cash-Out ist der Betrag tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab, und Swisslos kann ihn jederzeit ändern; ein Cash-Out muss nicht für alle Wetten angeboten werden. Angeboten wird er für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Fazit: Die Cash-Out-Regel ist der Punkt, der dieses Haus gegenüber einem Marketingversprechen erdet: Der Ausstieg kostet immer einen Teil des möglichen Gewinns, ist jederzeit änderbar und wird nicht garantiert. Für einen Gelegenheitswettenden ist Sporttip trotzdem die einzige Option mit Schweizer Aufsicht in seinem Gebiet — für einen Vielspieler mit vierstelligen Einsätzen ist es ein Programm mit Decke.

Loterie Romande Jouez Sport: die Westschweizer Hälfte

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung ist dieselbe Form: Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem BGS, SR 935.51, unter Gespa-Aufsicht.

Die 2’350 Verkaufsstellen sind der strukturelle Unterschied zu einem reinen Online-Anbieter. Der Wettende kann eine Wette an einem Schalter abgeben, und diese Präsenz erklärt auch, warum der Zugang über das Konto nicht der einzige Weg ist.

Der Preis für den Wettenden liegt in der Grösse des Angebots. Zwei Veranstalter für die ganze Schweiz, dazu eine geschlossene Liste der Sportarten und Wettarten, heisst: Eine Nische wie Schach ist nur dann dabei, wenn sie in der Liste steht.

Fazit: Dieses Haus ist die Westschweizer Antwort auf dieselbe Frage, für dieselbe Aufsicht, mit einem dichten Schalternetz statt eines breiten Online-Katalogs. Wer im Kanton Freiburg ein Konto sucht, findet hier die einzige Tür mit Schweizer Bewilligung — und dieselbe Decke wie bei jedem Schweizer Angebot.

Donbet: Reichweite ohne Schweizer Zulassung

Donbet führt keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten; eine ausländische Bewilligung hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS blockiert werden.

Aus Sicht der Kosten ist der relevante Punkt nicht die fehlende Zulassung selbst, sondern was daraus folgt: keine Schweizer Aufsicht, kein Ansprechpartner, und die kantonale Steuerpraxis kann Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen behandeln.

Fazit: Der Vergleich endet vor der Frage nach den Quoten. Ein Veranstalter ohne Schweizer Bewilligung ist im Konfliktfall niemandes Zuständigkeit — und ein Gewinn, der nach kantonalem Recht voll steuerbar sein kann, ist weniger wert, als die Zahl auf dem Konto suggeriert.

Sportuna: dieselbe Bewilligungslücke, andere Marke

Sportuna führt keine Schweizer Bewilligung. Es gilt, was für alle Marken dieser Gruppe gilt: keine Schweizer Zulassung, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, eine Sperrlisten-Aufnahme als Domainblock möglich.

Die Bewertung stützt sich auf das, was über die Marke bekannt ist. Genau das ist der Massstab, den ein Leser anwenden kann: Was steht in den Bedingungen zur Bewilligung.

Fazit: Die Bewilligungslücke ist kein Formfehler, sondern der ganze Vergleichspunkt — wer sie übergeht, vergleicht zwei Dinge, die sich nicht vergleichen lassen.

AmunRa: erreichbar, aber ausserhalb des Schweizer Rahmens

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. Es gilt dieselbe Einordnung wie bei den übrigen Marken ohne Zulassung: keine Schweizer Aufsicht, keine Bindung an das Sperrregister, kein Rechtsweg in der Schweiz.

Dass eine Seite erreichbar ist und in einem Schweizer Netz funktioniert, sagt nichts über ihre Zulässigkeit. Das ist der Punkt, an dem sich der Leser nicht auf das technische Funktionieren verlassen sollte.

Fazit: Ein Konto hier ist ein Konto ausserhalb des Schweizer Rahmens — die Zugänglichkeit ersetzt nicht den Ansprechpartner, den es hier nicht gibt.

myBet: der Name täuscht über die Rechtslage nicht hinweg

myBet führt keine Schweizer Bewilligung. Wie bei den anderen ausländischen Marken: keine Zulassung in der Schweiz, kein Anschluss an das Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg.

Ein Parkbank-Tisch mit eingelassenem Spielfeld unter alten Kastanien, auf den Wegen liegt Laub und die Sonne steht tief.
Im Schach erzielt Weiss im Mittel etwa 54 % der möglichen Punkte.

Der Name ist bei dieser Frage ohne Bedeutung. Eine Marke, die vertraut klingt, ist rechtlich nicht anders eingeordnet als eine unbekannte.

Fazit: Die vertraute Anmutung eines Namens hat keinen Einfluss auf die Zuständigkeit — und die Zuständigkeit ist der Faktor, der bei einem Streit den Unterschied macht.

Betscore: Bewilligungsfrage vor Quotenfrage

Betscore führt keine Schweizer Bewilligung. Es gelten die Merkmale der Gruppe: kein Schweizer Schutz, keine Registerverbindung, kein Rechtsweg in der Schweiz, Domainblock als mögliche Folge.

Für einen Wettenden, der Kosten vergleicht, steht die Bewilligung am Anfang und nicht am Ende. Sie beeinflusst nicht die Marge eines Marktes, aber sie beeinflusst, was passiert, wenn etwas nicht nach Plan läuft.

Fazit: Wer hier setzt, spart nichts an der Marge und verliert den Schweizer Schutz — ein Tausch, der nur für den aufgeht, der bewusst darauf verzichtet.

Gamdom: kein Schweizer Weg, keine Schweizer Regeln

Gamdom führt keine Schweizer Bewilligung. Die Einordnung ist dieselbe wie bei den anderen: kein Schweizer Schutz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg.

Wichtig ist die Trennung zweier Bereiche. Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel mit eigenen Regeln; die Casino-Aufsicht liegt bei der ESBK, nicht bei der Gespa.

Fazit: Die Zulässigkeit einer anderen Produktsparte macht ein Wettangebot nicht zulässig.

MyStake: ohne Bewilligung ohne Schweizer Anschluss

MyStake führt keine Schweizer Bewilligung. Es gelten die Merkmale der Gruppe: kein Schweizer Schutz, keine Registerverbindung, kein Rechtsweg in der Schweiz.

Zur Erreichbarkeit ist die Domain-Hopping-Praxis der eigentliche Punkt: blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt. Die Sperrliste ist deshalb ein Instrument, das läuft, aber nicht stillsteht.

Fazit: Ein Anbieter, der auf der Sperrliste landen kann, ist der beste Beweis dafür, dass die Liste arbeitet — und dafür, dass er nicht dazugehört.

Jackbit: die letzte der ausländischen Marken

Jackbit führt keine Schweizer Bewilligung. Die Einordnung folgt der Gruppe: kein Schweizer Schutz, keine Verbindung zum Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg in der Schweiz.

Wer eine solche Seite prüfen will, prüft ihre Bedingungen und die genannte Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft.

Fazit: Der Preis für das Spielen ausserhalb des Systems ist der Verlust der Systemgarantie — das ist der Punkt, an dem sich die Wahl entscheidet, nicht die Höhe einer Quote.

Häufige Fragen zu Schachwetten in der Schweiz

Darf man in der Schweiz überhaupt auf Schach wetten, und bei wem?

Ja, aber nur über die zwei konzessionierten Veranstalter: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Voraussetzung ist, dass das Ereignis und die Wettart in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten stehen. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Geschäftsgebiet möglich.

Wie prüfe ich, ob ein Schachturnier in der Gespa-Liste steht?

Sie sehen die Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der jeweils gültigen Version über die Gespa. Prüfen Sie dort das konkrete Ereignis und die konkrete Wettart. Steht beides nicht darin, fehlt die Grundlage für ein Schweizer Angebot, unabhängig vom Spielplan.

Warum ist die Remisquote für Schachwetten so wichtig?

Weiss erzielt im Mittel etwa 54 % der möglichen Punkte, während die Remisquote unter Meistern bei rund 43 % liegt. Ein Drittel der Ergebnisse ist damit regulär unentschieden. Diese Häufigkeit zwingt jeden Anbieter, einen dritten Ausgang zu bepreisen, was die Marge im Markt typischerweise hebt.

Wie berechnet sich der Gewinn, und was ist die Marge?

Bei einer Quote von 2.10 bringt ein Einsatz von CHF 10 einen Rückfluss von CHF 21, also CHF 11 Nettogewinn. Die Marge ist der Teil, den der Buchmacher behält: Im Zwei-Wege-Beispiel mit 1.90 auf beiden Seiten bleibt eine Auszahlungsquote von rund 95 % und damit eine Marge von rund 5 %.

Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, und was bewirkt die Spielsperre?

Bei Swisslos sind vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Die Spielsperre wird in einem schweizweiten Register geführt.

Welchen Schutz verlieren Wettende bei Auslandsseiten ohne Schweizer Bewilligung?

Es fehlen die Schweizer Aufsicht, der Anschluss an das Sperrregister und der Schweizer Rechtsweg. Eine ausländische Bewilligung hat hierzulande keine Kraft, Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und Gewinne können kantonal steuerbar sein — «je nach Kanton».

Zieht Weiss wirklich, weil es Weiss ist?

Weiss erzielt im Mittel etwa 54 % der möglichen Punkte. Das ist eine Mehrheit, die in den Quoten schon eingepreist ist. Anbieter kennen diese Zahl seit Jahrzehnten; sie ist keine Entdeckung, mit der sich ein Vorsprung bauen lässt.

Interessant ist der Vergleichswert. 54 % der Punkte für Weiss heisst nicht 54 % Siege, weil die Hälfte dieser Punkte aus Remisen stammt. Wer den Weiss-Sieg über eine Quote jenseits des Mittelwerts sucht, wettet auf eine Abweichung, nicht auf den Anzugsvorteil selbst. Die Statistik liefert das Argument, nicht den Gewinn.

Inhalt erstellt vom Team «wettenlegalch»