Gratis Wettprognosen heute — warum keine Prognose eine Wette sicher macht
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Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu den Bewilligungen wurden gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsordnung der Gespa sowie gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der genannten Veranstalter geprüft.
Wer heute nach Gratisprognosen sucht, landet auf Seiten, die eine Quote, einen Tipp und ein Ergebnis in dieselbe Zeile schreiben. Das ist die eigentliche Rechnung dieses Themas: Eine Prognose beschreibt Wahrscheinlichkeiten, kein Ergebnis, und in jeder Quote steckt bereits der Anteil, den der Veranstalter für sich behält. Wer das weiss, liest Prognosen anders — nicht als Vorhersage, sondern als Einschätzung mit einem Preis.
Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel, und Grossspiele darf nur veranstalten, wer dafür eine Bewilligung hat. Es gibt zwei solcher Veranstalter: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Das ist die ganze Liste. Kein ausländischer Anbieter, keine Wettbörse und keine Prognoseseite ändert daran etwas, und die Frage nach dem «besten Tipp» wird damit zu einer Frage nach dem Ort, an dem man überhaupt spielen darf.
Was eine Prognose überhaupt ist — und was sie kostet
Eine Wettprognose ist eine begründete Einschätzung. Sie sagt, welche Mannschaft nach Form, Kaderlage und Statistik wahrscheinlicher gewinnt, wie viele Tore zu erwarten sind, ob ein Handicap aufgeht. Sie sagt nicht, was passiert. Zwischen «wahrscheinlicher» und «sicher» liegt genau jener Rest, von dem der Veranstalter lebt.

Prognose, Quote, Marge: die drei Dinge in einem Satz
Die Prognose ist eine Aussage über Chancen. Die Quote ist der Preis, den der Veranstalter für diese Chance zahlt. Und die Marge ist der Teil des Preises, den er gar nicht auszahlt, sondern einbehält. Alle drei gehören zusammen, und nur die ersten beiden werden auf den Prognoseseiten gezeigt.
Der zweiseitige Markt mit zwei gleichen Quoten
Das sauberste Beispiel ist ein Markt mit zwei Ausgängen, für die derselbe Preis angeboten wird. Nehmen wir einen solchen Markt mit je 1.90 auf beide Seiten. Die Auszahlungsquote dieses Marktes beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %. Die Marge des Veranstalters liegt damit bei etwa 5 %. Das ist eine Spanne, keine feste Grösse: Sie hängt von der Sportart, der Liga und der Zahl der Ausgänge ab, und je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto breiter wird sie in der Regel. Bei einem Ereignis mit drei Ausgängen wie dem 1X2-Markt lässt sich mit zwei Quoten ohnehin nicht rechnen.
Wer heute zehn Gratisprognosen zu denselben Partien liest, bekommt zehnmal ungefähr dieselbe Einschätzung. Die Prognosen sind ähnlich, weil die Grundlagen — Tabellen, Sperren, Formkurven — für alle gleich sind. Der Unterschied liegt nicht in der Prognose, sondern darin, ob die Quelle ihren Irrtum zeigt.
Was die Marge für den Leser einer Gratisprognose bedeutet
Die Marge ist kein Skandal, sie ist die Geschäftsgrundlage. Aber sie entscheidet darüber, was eine Prognose wert sein kann. Wo rund 95 % aller Einsätze eines Marktes zurückfliessen, müsste ein Spieler deutlich besser tippen als der Markt, um überhaupt auf null zu kommen. Eine Gratisprognose, die das für sich reklamiert, muss ihre Bilanz offenlegen — nicht ein paar strahlende Beispiele, sondern alle.
Ein Tipp, der die Marge nicht erwähnt, beschreibt nur die halbe Wette. Und weil jede einzelne Kombination die Margen ihrer Voraussagen multipliziert, wächst die Hürde mit jeder weiteren Position auf dem Wettschein.
Kein System, kein Abonnement, kein sicherer Tipp
Niemand kennt ein Ergebnis, bevor es gespielt ist. Wer eine sichere Wette verkauft, verkauft entweder eine Selbstverständlichkeit (ein Favorit gewinnt meistens) oder eine Unwahrheit. Auch bezahlte Prognosen bleiben Einschätzungen, und ein Abonnement verschiebt nur, wem man das Geld gibt. Der Einsatz stammt immer aus frei verfügbarem Geld, nie aus dem Budget für Miete, Rechnungen oder Rücklagen.
Was gratis wirklich heisst — der Blick auf den Wettschein
«Gratis» bezieht sich auf die Prognose, nicht auf die Wette. Die Prognose kostet nichts. Der Wettschein kostet den Einsatz, und der ist weg, sobald das Ereignis gegen die Voraussage ausgeht. Diese Unterscheidung ist der Kern des Themas, und die wenigsten Seiten, die Prognosen verschenken, machen sie.
Verfahren, Modelle und Quotenvergleich
Eine brauchbare Prognose lässt sich nachvollziehen. Sie nennt ihre Faktoren, ihre Datenquelle und den Zeitpunkt, zu dem sie erstellt wurde. Sie vergleicht Quoten, statt eine einzelne zu zeigen, denn ein Einschätzungswert entsteht erst aus dem Vergleich zwischen der eigenen Wahrscheinlichkeit und dem angebotenen Preis. Und sie trennt Einschätzung und Werbung, was in einem Umfeld, das von Partnerlinks lebt, die härteste Anforderung ist.
Trefferversprechen als Warnzeichen
Wenn eine Quelle mit einer Trefferquote wirbt, die aussieht wie eine Erfolgsbilanz, ist Vorsicht angezeigt. Die Auswahl ist fast immer geschönt: dargestellt werden die Treffer, nicht die Versuche. Eine Bilanz ohne Nenner ist keine Bilanz.
Rechtslage: in der Schweiz gibt es genau zwei Veranstalter
Die rechtliche Grundlage macht das Thema zu einem schmalen Feld. Die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) bildet den Rahmen, in dem die Kantone das Veranstalten von Lotterien und Sportwetten gemeinsam regeln. Für Swisslos heisst das konkret: Die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf diese Vereinbarung, und die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.

Warum es keine dritte Bewilligung gibt
Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) behandelt Online-Sportwetten als Grossspiel und beaufsichtigt es durch die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Nicht die ESBK, die nur die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht einen Veranstalter und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Deshalb gibt es keine Liste weiterer bewilligter Wettanbieter: Es gibt keine.
Das Vertragsgebiet: wer überhaupt mitspielen darf
Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Diese Gebiete bilden zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Zwei Häuser, zwei Sprachregionen, getrennte Gebiete — wer in Zürich wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran, und wer in Genf wohnt, nicht an Sporttip.
Die Registrierung: achtzehn Jahre, Wohnsitz im Gebiet, ein Konto
Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist der Punkt, an dem die meisten ausländischen Marken für Schweizer Spielende ausscheiden — nicht wegen eines Verbots, sondern weil die Registrierung an der Adresse scheitert.
Was in der Schweiz überhaupt gewettet werden darf
Erlaubt sind nur Sportwetten. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen. Was im Einzelnen gespielt werden darf, steht in einer geschlossenen Liste: der Gespaliste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Version 10.09.2026, gestützt auf das Gesetz. Qualifikationsrunden nur, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettkampf oder aufs Podest entscheidet, niemals Wetten auf Trainingsläufe. Corner- und Kartenmärkte fehlen auf dieser Liste, eine Esport-Abteilung gibt es dort nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt. Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht.
Ausländische Marken: keine Bewilligung, kein Schweizer Rechtsschutz
Ein ausländisches Angebot — gleich ob mit einer Bewilligung aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Geltung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten veranstaltet, macht sich strafbar; gewerbsmässig sind bis zu fünf Jahre möglich. Der Spieler wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Veranstalter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fair-Play-Kontrolle. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die erste Liste stammte vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, und blockierte Adressen werden innert Stunden ersetzt — die Unaufmerksamkeit ist kurz, die Liste lang.
Limiten, Sperren und Zahlungen: der Schutz am heimischen Konto
Die Schweizer Regulierung setzt nicht auf ein staatliches Einsatzdach, sondern auf Limiten, die der Spielende selbst setzt. Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden — Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bestimmungen 72 Stunden an.
Verlustlimiten sind ein Wert, den der Spielende selbst setzt
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer die Limite tief ansetzt, hat sie billig gesetzt; wer sie hoch ansetzt, merkt die Erhöhung erst drei Tage später.
Selbstsperre und das schweizweite Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich nur nach drei Monaten wieder aufheben, und eine Fachstelle ist daran beteiligt. Ein selbstgewählter Unterbruch von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Zahlungen: nur auf das eigene Konto, kein Kredit
Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht, und ein Kredit an Spielende ist nicht zulässig. Bei Swisslos kann Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos an, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Spielguthaben werden innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto ausbezahlt; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Steuern: die Schwelle liegt bei über einer Million
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der eidgenössische Freibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle unterscheidet sich, deshalb gilt «je nach Kanton» und keine einzelne Kantonszahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Für einen gewöhnlichen Wettenden liegt beides weit ausser Reichweite: kein Einkommenssteueranteil und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn. Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Für den eigenen Fall hilft der Weg zur kantonalen Steuerverwaltung oder zu einer Steuerberatung.
Ein Testkauf mit unangenehmem Ergebnis
Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt. An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Kontrollapparat am Schalter ist also keine Mauer, und wer glaubt, das Alter werde überall sauber geprüft, sollte diese Zahl kennen.
Gratisprognosen und Werbung: was das Gesetz erlaubt und was nicht
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft. Das ist der Grund, weshalb dieser Text ausländische Marken beschreibt und bewertet, aber für nichts davon wirbt.
Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbeträge und Bedingungen stammen ausschliesslich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Eine Sperrstunde für Werbung zu bestimmten Tageszeiten kennt das Schweizer Recht nicht.
Was eine «Gratiswette» auf dem Wettschein bedeutet
Wer eine Gratiswette oder eine Quotenerhöhung erhält, sollte den Nettogewinn nachrechnen, nicht den beworbenen Prozentsatz lesen. Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das letzte Detail ist das wichtigste: Wer die Wette vorzeitig glattstellt, verliert die Erhöhung, für die er die Kombination überhaupt gebaut hat.
Einordnung der Prognosemethoden
Bei diesem Angebot ist die Auswahl an Märkten klein und der Rechtsrahmen eng. Wer Prognosen für Bundesliga- oder WM-Partien liest, wird feststellen, dass die bewilligten Wettarten nicht jede Idee zulassen: Corner-Märkte und Kartenmärkte finden sich auf der Gespaliste nicht, und Ranglistenwetten nur unter Bedingungen. Die Prognose und das, was man damit anstellen kann, entfernen sich damit voneinander. Die Bewilligungslage ist trotzdem kein Nachteil, sondern der eigentliche Wert dieses Angebots.
Was die Bewilligung im Alltag trägt
Die Bewilligung nützt nichts in der Theorie — sie nützt dann, wenn ein Gewinn nicht ankommt, ein Konto falsch belastet wurde oder ein Streit über die Auswertung entsteht. Dann gibt es eine Aufsicht, eine Adresse und ein Verfahren. Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat nichts davon.
Und was die Bewilligung nicht leistet
Die Bewilligung schützt nicht vor Verlusten und nicht vor einer schlechten Prognose. Sie garantiert keine Auszahlung in einer bestimmten Höhe, keine faire Quote im Einzelfall und keinen Gewinn. Sie verhindert auch nicht, dass jemand mehr setzt, als er sollte — die Limite setzt der Spielende selbst, und die 72-Stunden-Regel bremst nur die Erhöhung.
Prognosen lesen: Methode, Bankroll und der eigene Massstab
Wer Gratisprognosen nutzt, sollte wissen, wie sie entstehen — sonst kann er sie nicht einordnen. Die vier Bausteine sind Form, Ausfälle, Statistik und Quotenvergleich.
Form, Ausfälle, Statistik, Quotenvergleich
Die Form zeigt die jüngsten Ergebnisse, mit dem Vorbehalt, dass ein Spielplan unterschiedlich schwer ist. Ausfälle verändern eine Mannschaft stärker als jede Tabelle zeigt, weil sie einzelne Rollen treffen. Die Statistik liefert Erwartungswerte über viele Spiele und damit eine Grundquote. Der Quotenvergleich zeigt, wo der angebotene Preis über oder unter dieser Grundquote liegt — das ist der einzige Schritt, an dem sich eine Wette überhaupt rechnen lässt. Prognosen, die den vierten Schritt weglassen, sind Meinungen mit Zahlen dekoriert.
Der Anteil des Kapitals, der auf eine Wette darf
Eine einzelne Wette darf nur einen kleinen Teil des Wettkapitals binden, damit eine Serie von Fehlschlägen die Bankroll nicht auslöscht. Wer den ganzen Bestand auf eine Partie legt, ist nach einer Niederlage fertig — und Partien werden statistisch gesehen in Serien verloren. Ein üblicher Rahmen sind ein bis fünf Prozent des Wettkapitals pro Wette. Bei einem Kapital von CHF 500 und 2 % sind das CHF 10, was unter dem Höchsteinsatz von CHF 1’000 für eine Einzelwette liegt und im erlaubten Minimum von CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette bequem Platz hat.
Die Erwartung hinter einer Serie
Aus der Marge folgt eine unbequeme Aussage: Über viele Wetten hinweg zahlt ein Markt rund 95 % der Einsätze zurück. Wer 1’000 Wetten zu je CHF 10 setzt, hat CHF 10’000 bewegt und ungefähr CHF 9’500 an Auszahlungen zu erwarten — bei durchschnittlichem Ergebnis also rund CHF 500 weniger als eingesetzt. Das ist kein Unglück, sondern die Rechnung, die aus jedem einzelnen Wettschein herauswächst. Es ist eine statistische Schätzung über viele Wetten unter der Annahme, dass jede Wette zu gleichen Teilen auf einen Markt mit dieser Auszahlungsquote fällt, und keine Aussage über eine einzelne Wette.
Kontrolle vor dem Einsatz
Bevor der Wettschein abgeschickt wird, gehört ein Blick auf die eigenen Zahlen: Wie hoch ist der Anteil am Kapital, welche Limite gilt, ist der Preis tatsächlich der gesuchte? Wer fünf Minuten mit dem Taschenrechner und den eigenen Limiten verbringt, tippt auf Dauer nicht besser, aber er spielt länger mit demselben Geld.
Vergleich der Anbieter und Prognosequellen
Wer unter Schweizer Adresse spielt, hat zwei Möglichkeiten, beide über einen bewilligten Veranstalter, je nach Wohnkanton. Wer bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt in einem anderen Regelkreis: ohne Schweizer Sportartenliste, ohne Anschluss an das Sperrregister, ohne Schweizer Verfahrensweg, dafür mit einer Weite an Märkten und einer Tiefe in den Quoten, die das bewilligte Angebot nicht kennt. Das ist der eigentliche Vergleich, und er handelt nicht von Prognosen, sondern von Bewilligungen.
| Veranstalter | Bewilligung | Bewilligungsrahmen | Gebiet und Zugang | Gewinnschwelle pro Wette |
|---|---|---|---|---|
| Swisslos (Sporttip) | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein | nach Kanton, eidgenössischer Freibetrag CHF 1’071’000 |
| Loterie Romande (Jouez Sport) | Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | FR, GE, JU, NE, VD, VS | nach Kanton, eidgenössischer Freibetrag CHF 1’071’000 |
| Marken ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung | kein Schweizer Regelwerk | keine Anbindung an das Sperrregister | nicht der Verrechnungssteuer unterworfen, kantonal unterschiedlich |
| Prognoseportale ohne Schweizer Bewilligung | keine Schweizer Bewilligung, kein Veranstalter | kein Schweizer Regelwerk | Vermittlung statt Auszahlung | nicht anwendbar |
| Wettbörsen mit Schweizer Sitz | nicht verfügbar | BGS lässt kein Veranstalterangebot ausserhalb der beiden Bewilligungen zu | nicht verfügbar | nicht anwendbar |
Die dritte Zeile erklärt die vierte: Wo ein Portal Prognosen verschenkt und gleichzeitig auf eine ausländische Marke verlinkt, ist die Prognose das Produkt und der Klick der Umsatz. Der Veranstalter in der ersten und zweiten Zeile hat ein anderes Geschäft: Er veranstaltet selbst und braucht keine Vermittlung. In der fünften Zeile steht keine Bewertung, sondern eine Grenze — ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung kann Sportwetten in der Schweiz nicht veranstalten, und die kantonale Steuerpraxis für ausländische Gewinne ist der Preis für diese Weite.
Die Spannweite beim Höchstgewinn
Beide bewilligten Häuser begrenzen den möglichen Gewinn, und sie tun es auf eigene Weise. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze von 1.10 klingt harmlos und ist es auch. Die Obergrenze von 100’000 ist der eigentliche Filter: Eine Kombination aus vielen schweren Aussenseitern läuft nicht ins Unendliche, sie wird an der Quotengrenze abgeschnitten. Wer eine Kombination abschickt, sollte wissen, ob sein Gewinn überhaupt ausgeschüttet würde.
Warum immer wieder dieselben Gesichter auftauchen
Wer heute Gratisprognosen zu Bundesliga, Champions League oder WM liest, findet bei allen Quellen dieselben Begegnungen. Öffentliche Tabellen, Sperrenlisten und Formkurven sind für alle zugänglich, und nur der Aufwand für ein eigenes Modell unterscheidet die Anbieter. Ein Anbieter mit Datenabonnement und Analystenteam rechnet genauer als ein Blog, aber beide erhalten dieselbe Zahl an Partien. Die Folge ist eine grosse Zahl ähnlicher Einschätzungen. Wer eine Quelle sucht, prüft also, ob sie einen eigenen Rechenweg zeigt.
Woran sich Qualität erkennen lässt
Drei Merkmale entscheiden mehr als jede Trefferzahl. Erstens die offene Methode: nachvollziehbar, mit Datenquelle und Faktoren. Zweitens die Bilanz mit Nenner: alle Tipps, nicht die Erinnerung. Drittens die Trennung von Werbung: ob der Tipp verkommt, sobald kein Partnerlink dahintersteht.
Vergleich der Anbieter: die zehn Marken im Überblick
Swisslos und die Loterie Romande sind die beiden Veranstalter der Schweiz, alle weiteren Marken sind ausländische Angebote ohne Schweizer Bewilligung und werden hier beschrieben und bewertet, nicht beworben. Wer eine dieser Marken aufruft, findet im Regelfall kein Schweizer Recht, keine Anbindung an das Sperrregister und keinen Schweizer Verfahrensweg.
Swisslos Sporttip: das Schweizer Referenzangebot — Limiten, Livewetten und Auswertung
Der Veranstalter: die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, Trägerin des Produkts Sporttip. Die Bewilligungslage ist die stärkste am Platz: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51) unter der Aufsicht der Gespa, als eines der beiden Häuser, die das interkantonale Recht zulässt. Das Konto öffnet sich nur für Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet — Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein.
Wer Sporttip spielt, spielt in einem engen Rahmen und in einem dichten Regelwerk. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für einen Spielenden mit kleinem Budget ist das die angenehmste Zahl des ganzen Angebots: eine Wette ab einem Franken.
Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Zuerst wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer mit Kombinationen arbeitet, spürt diese zweite Rundung: Sie kostet nie mehr als fünf Rappen, aber sie kostet immer.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Für den Live-Wettenden ist das eine Rückabwicklung statt einer Niederlage; für den ehrlichen Tipper ändert es nichts, weil er vorher setzt.
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer — beim Fussball rund 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer eine «Endstand»-Wette auf ein K.-o.-Spiel abgibt, kann also richtig getippt haben und trotzdem verlieren, wenn das Tor in der Verlängerung fällt. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer früh aussteigt, verkauft einen Teil der Chance zurück an das Haus — ein bequemer Ausweg zu einem Preis, der nirgends festgeschrieben ist.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das ist die schärfste Integritätsregel des Angebots und eine, die ausländische Märkte nicht in dieser Klarheit kennen. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Zwei Fristen, die man kennen sollte, bevor man sie braucht.
Die Wetten lassen sich online über Swisslos oder die Sporttip App für iOS und Android abgeben; in der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden. Das ist ein Detail mit praktischen Folgen: Wer den Wettschein zu Hause baut und ihn unterwegs einlöst, umgeht das Warten auf die App-Ladung — nützlich an einem Spieltag.
Das Urteil: Sporttip ist das Angebot mit dem dichtesten Regelwerk und dem geringsten Risiko für den Spielenden, und dieser Schutz ist zugleich die Schranke. Die Auswahl an Sportarten und Wettarten ist geschlossen, die Limiten sind bescheiden, ein Auslandaufenthalt sperrt das Konto. Wer Wetten mit kleinen Einsätzen, klaren Regeln und Schweizer Kontrolle sucht, findet hier das passende Instrument — wer dagegen Corner-Märkte, Exoten oder hohe Kombinationen sucht, stösst an die Wand der bewilligten Liste.
Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Pendant — Kombinationen und Gewinngrenzen
Veranstalterin ist die Loterie Romande, die Société de la Loterie de la Suisse Romande, mit dem Produkt Jouez Sport. Sie hält dieselbe Art von Bewilligung: eine Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS (SR 935.51), beaufsichtigt von der Gespa, als zweites der beiden zulässigen Häuser. Ihr Gebiet sind die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; wer dort nicht wohnt, bekommt kein Online-Konto.
Die Grösse des Hauses ist an den Zahlen ablesbar: 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, 221 Mitarbeitende, Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne. Das ist ein Angebot mit dichtem Verkaufsstellennetz und einer entsprechenden Präsenz im Alltag — mehr Schalter als Werbung.
Die harten Grenzen liegen bei den Gewinnen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Untergrenze schliesst Wetten aus, die praktisch keine Chance bieten — eine Vorsichtsmassnahme, die man von einem Veranstalter selten liest. Die Obergrenze ist die eigentliche Ansage: Wer zehn Aussenseiter kombiniert, addiert Quoten und stösst irgendwann an die Schranke, nicht an einen Auszahlungsschalter.
Wer in der Westschweiz wohnt und Prognosen für Ligue-1- oder Super-League-Partien liest, findet hier dasselbe geschlossene System wie in der Deutschschweiz, nur von der anderen Seite. Die beiden Häuser teilen sich die Schweiz; sie sind keine Konkurrenten, und ihre Bedingungen weichen nur an den Rändern voneinander ab.
Das Urteil: Diese beiden Häuser bilden zusammen die gesamte bewilligte Schweizer Wettlandschaft, und Jouez Sport ist darin die Westschweizer Hälfte mit einer klaren Gewinndecke und einer bemerkenswerten Quotenuntergrenze. Für Spielende aus den Kantonen FR, GE, JU, NE, VD und VS ist es die einzige Wahl mit Schweizer Kontrolle — und damit eine Entscheidung, die niemand treffen muss, weil die Alternative nur ausserhalb des Landes existiert.
22Bet: ohne Schweizer Bewilligung — breite Abdeckung, kein Schweizer Rechtsschutz
22Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Damit gehört sie in die Reihe der Angebote, die Schweizer Spielende über Suchmaschinen, Werbung in Sportstreams und Empfehlungsseiten kennenlernen. Eine Bewilligung für die Schweiz fehlt; in der Schweiz darf sie Sportwetten nicht veranstalten.
Was damit zusammenhängt, ist nicht moralisch, sondern praktisch. Es gibt keine Anbindung an das schweizweite Sperrregister, und eine Spielsperre, die bei Swisslos Wirkung entfaltet, kennt eine Marke ohne Schweizer Bewilligung nicht. Es gibt keinen Schweizer Verfahrensweg: Wer eine Auszahlung bestreitet, klagt nicht vor einem Schweizer Gericht. Und es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf dem Einsatz — dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen. Die Reputation der Marke ändert an dieser Ausgangslage nichts.
Das Urteil: Für einen Spielenden mit einem starken Interesse an exotischen Märkten und langen Sportkalendern kann die Breite attraktiv wirken — das ist jedoch ein anderer Vertrag als der mit einem Schweizer Haus, und die fehlende Anbindung ans Sperrregister wiegt schwerer als jede Marktvielfalt.
Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung — ein Krypto-Erscheinungsbild und seine Folgen
Rollbit tritt ausländisch auf und ist in der Schweiz nicht bewilligt. Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung zu veranstalten ist strafbar, und das betrifft den Anbieter, nicht den Spieler.
Zwei Konsequenzen sind für den Alltag entscheidend. Erstens sind Geldflüsse dieser Art in einem bewilligten Schweizer Angebot nicht vorgesehen: Gewinne und Guthaben gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers, ein Kredit an Spielende ist nicht zulässig, und anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es dort nicht. Wer auf einem ausländischen Portal spielt, verlässt diese Ordnung vollständig. Zweitens folgt daraus der Steuerfall: Die Verrechnungssteuer greift bei ausländischen Anbietern nicht, aber die kantonale Praxis für ausländische Grossspielgewinne ist der Preis dafür.
Das Urteil: Die Zahlungswege dieser Marke sind für einen Schweizer Spieler der Gegenentwurf zu dem, was ein bewilligtes Konto tut — Bequemlichkeit gegen Rechtsschutz, und in diesem Tausch ist der Rechtsschutz das Gut, das nur scheinbar nichts kostet.
Donbet: ohne Schweizer Bewilligung — ein weiteres Portal ohne Sperrregister-Anschluss
Donbet ist ein ausländisches Wettportal ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten; eine ausländische Bewilligung hat hier keine Geltung.
Der praktische Unterschied liegt nicht in den Quoten, sondern in den Anschlüssen. Kein Zugang zum Sperrregister, keine Fair-Play-Kontrolle nach Schweizer Massstab, kein Schweizer Rechtsweg. Die Domains solcher Anbieter können zudem auf der Sperrliste landen, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Die Liste umfasste Ende 2025 671 Domains, und blockierte Adressen werden innert Stunden durch neue ersetzt. Für den Spielenden heisst das nicht, dass die Marke unerreichbar wäre — es heisst, dass er sich selbst um einen Zugang kümmert, den der Schweizer Gesetzgeber unterbinden will.
Das Urteil: Wer hier spielt, übernimmt die Suche nach dem Zugang selbst — ein Aufwand, der in keinem Verhältnis zu dem Vorteil steht, um den er betrieben wird.
BDMBet: ohne Schweizer Bewilligung — Bewilligung ohne Schweizer Wirkung
BDMBet ist in der Schweiz nicht bewilligt. Eine Bewilligung aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft; was zählt, ist die Veranstalterbewilligung nach dem BGS, und die hält kein ausländisches Portal.
Was das kostet, lässt sich an einer Frist ablesen, die im bewilligten System selbstverständlich ist: Gewinne, die nicht geltend gemacht werden, verfallen nach einer festen Frist einem gemeinnützigen Zweck, und gegen eine verweigerte Auszahlung gibt es einen geordneten Weg mit kurzer Einsprachefrist. Ein ausländisches Portal hat solche Wege nicht. Wer dort gewinnt, hängt an einer Firmenpolitik, nicht an einem Verfahren.
Das Urteil: Die fehlende Schweizer Bewilligung ist hier kein Formalpunkt, sondern der Unterschied zwischen einem durchsetzbaren Anspruch und einem Versprechen ohne Rückendeckung.
BetFury: ohne Schweizer Bewilligung — ein Aktivitätsmodell ausserhalb des Schweizer Rahmens
BetFury gehört zu den ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung und ist damit für die Schweiz ein Angebot ohne Veranstalterbewilligung.
Das Schweizer Recht zieht eine klare Grenze: Erlaubt sind nur Sportwetten, und was gespielt werden darf, steht in einer geschlossenen Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten. Wer würde, findet auf dieser Liste keine Esport-Abteilung, keine Corner- und Kartenmärkte und keine Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen. Eine Marke, die in einem anderen Markt mit mehr als Sportwetten wirbt, wirbt in der Schweiz an dieser Liste vorbei. Was im Einzelfall auf dem Portal steht, gehört in dessen eigene Bedingungen, nicht in eine Vermutung.
Das Urteil: Die Enge der Schweizer Liste ist der Preis für die Vollstreckbarkeit — und eine Marke, die an dieser Liste vorbei arbeitet, gibt dem Spielenden für die Enge nichts zurück.
HighFlyBet: ohne Schweizer Bewilligung — ein Portal im Sperrlisten-Schatten
HighFlyBet ist ein weiteres ausländisches Portal ohne Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielende heisst das: kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Verfahrensweg.
Ein zweiter Punkt kommt bei jedem derartigen Anbieter hinzu, und er ist der praktischste von allen: Die Domains können auf der Sperrliste landen. Für den Spielenden bedeutet das, dass eine einmal gefundene Adresse keine bleibende sein muss. Wer sich auf ein Portal ohne Bewilligung einlässt, sollte das in seine Rechnung aufnehmen — nicht als moralische Warnung, sondern als Planungsgrösse.
Das Urteil: Erreichbarkeit ist bei dieser Gruppe kein Zustand, sondern ein Umstand, der sich jederzeit ändern kann — und wer sein Spiel darauf aufbaut, baut auf nichts.
Interwetten: ohne Schweizer Bewilligung — ein bekannter Name, keine Schweizer Zulassung
Interwetten ist in der Schweiz nicht bewilligt und gehört damit zur Gruppe der ausländischen Anbieter, die Schweizer Spielende trotzdem kennen. Die Gespa nennt Interwetten ausdrücklich im Zusammenhang mit dem Domain-Hopping, also dem Ersetzen blockierter Adressen. Der Name allein verschafft keine Zulassung, und Bekanntheit ist keine Bewilligung.
Wer in der Deutschschweiz oder in der Westschweiz wohnt, hat mit Sporttip oder Jouez Sport eine bewilligte Alternative mit einem angeschlossenen Spielerkonto, einem Sperrregister und einem Schweizer Rechtsweg. Was dagegen spricht, ist die Grösse dieser Alternative: zwei Häuser, geschlossene Sportartenliste, bescheidene Limiten. Wer mehr Märkte will, muss die Alternative verlassen und bezahlt dafür mit Schutz.
Das Urteil: Dieser Name steht für die unbequeme Wahl des hiesigen Marktes — wer ihn trotz der fehlenden Bewilligung nutzt, tauscht ein enges, aber kontrolliertes Angebot gegen ein weiteres ohne Kontrolle, und diesen Tausch rechtfertigt nur ein sehr spezifisches Interesse an nicht bewilligten Märkten.
Sportaza: ohne Schweizer Bewilligung — Vielfalt gegen Schweizer Kontrolle
Sportaza ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. In der Schweiz darf sie Sportwetten nicht veranstalten, und die Beschreibung ihrer Angebote ersetzt keine Bewilligung.
Was bei dieser Gruppe durchweg gleich bleibt: kein Anschluss an das schweizweite Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Verfahrensweg, und Gewinne aus ausländischen Anbietern sind nach kantonaler Praxis voll steuerbares Einkommen. Was sich unterscheidet, sind Portal, Zahlungswege und Marktbreite — Angaben, die ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters stehen und die man dort vor der ersten Einzahlung nachliest.
Das Urteil: Wer die Marke wählt, wählt die Breite und trägt das Risiko selbst — und für einen Spielenden, der das Sperrregister und den Schweizer Rechtsweg einmal gebraucht hat, wird diese Rechnung nie mehr aufgehen.
Warum es keine Schweizer Prognosepflicht gibt
Niemand muss eine Prognose abgeben, um zu wetten. Es gibt keine Stelle, die Tipps prüft, keine Trefferquote, die erfüllt werden müsste, und keinen Anspruch auf eine bestimmte Quote. Was es gibt, sind die bewilligten Wettarten, die Limiten des Veranstalters und die selbst gesetzten Verlustlimiten. Zwischen dem, was eine Prognoseseite verspricht, und dem, was ein Veranstalter zahlen darf, liegt die ganze Spanne dieses Themas. Wer Prognosen nutzt, nutzt sie als Einschätzung. Wer sie als Fahrplan nutzt, hat aus einer Orientierung eine Sicherheit gemacht, die keine war.
Die eigene Bilanz prüfen, bevor die nächste Prognose kommt
Wer wissen will, ob er mit Prognosen etwas gewinnt, muss die eigenen Zahlen ansehen, nicht die der Quelle. Einsatz, Quote, Auszahlung, Datum — vier Spalten genügen. Wer den eigenen Bestand kennt, weiss auch, ob das Spiel ein Spiel bleibt oder etwas anderes geworden ist. Der Weg zu den eigenen Limiten steht in der Sporttip App und auf jedem Spielerkonto in einem Menü; dort sinkt eine Limite sofort, und steigt frühestens nach drei Tagen. Es ist die billigste Handlung dieses Themas.
Häufige Fragen zu gratis Wettprognosen
Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?
Sie entsteht aus vier Bausteinen: Form, Ausfälle, Statistik und Quotenvergleich. Aus diesen Faktoren schätzt die Quelle Wahrscheinlichkeiten und stellt sie dem angebotenen Preis gegenüber. Erst dieser Vergleich erzeugt einen Wert. Ohne die Nennung der Faktoren bleibt eine Prognose eine Meinung mit Zahlenanhängsel.
Was ist eine Value Bet, und weshalb enthält jede Quote eine Marge?
Eine Value Bet liegt vor, wenn der angebotene Preis über der Einschätzung der eigenen Wahrscheinlichkeit liegt. Jede Quote enthält aber bereits den Anteil des Veranstalters: Bei je 1.90 auf zwei Ausgänge beträgt die Auszahlungsquote rund 95 %, die Marge also etwa 5 %. Dieser Anteil muss zuerst überwunden werden.
Welcher Anteil des Kapitals darf auf eine einzelne Wette entfallen, damit die Bankroll geschützt bleibt?
Ein bis fünf Prozent des Wettkapitals pro Wette gelten als üblicher Rahmen. Bei einem Kapital von CHF 500 und 2 % sind das CHF 10 — unter dem Sporttip-Höchsteinsatz von CHF 1’000 und deutlich über dem Mindesteinsatz von CHF 1. Wer mehr bindet, überlebt eine Verlustserie nicht, und Serien kommen vor.
Welche Wetten sind in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande erlaubt, und wo steht das?
Erlaubt sind nur Sportwetten, und zwar nach der geschlossenen Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten der Gespa in der Version 10.09.2026. Nicht erlaubt sind Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen; Corner-, Karten- und Esport-Märkte fehlen auf der Liste. Werbung ist nur für bewilligtes Glücksspiel zulässig.
Wie wird der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen Einsatz mal Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Bei einer Einzelwette zu CHF 10 und Quote 2.10 ergibt das CHF 21.00, also CHF 11.00 Nettogewinn.
Tipps – wettenlegalch
Inhalt erstellt vom Team «wettenlegalch»
