BBL-Wetten in der Schweiz 2026 – bewilligte Veranstalter, Quoten und Limiten im Vergleich
Ladevorgang...
Oktober 29, 2026 – geprüft gegen die Veranstalter- und Spielbewilligungen im Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) sowie gegen die Bewilligungs- und Sperrlisten der Gespa.
Wer nach Bundesliga-Basketball sucht, landet selten dort, wo er zu landen glaubt. Die Suchanfrage klingt nach Übertragung, und die Übertragung kostet nichts. Sobald aber eine Quote ins Spiel kommt, wird aus einem Zuschauer ein Wettender, und aus einem Euro Einsatz ein Betrag, den ein Buchmacher über eine Million Wetten hinweg in einem Prozentwert behält. Genau dieser Prozentwert entscheidet mehr über den Wert einer Wette als jede Werbebotschaft auf dem Wettprogramm. Wer ihn kennt, liest Quoten anders. Wer ihn nicht kennt, hält jeden Auszahlungsbetrag für sein persönliches Können.
Wer aber glaubt, er wähle in der Schweiz aus einem Dutzend Bücher mit dem besten Angebot, irrt sich gehörig. Der Markt ist kein Wettbewerb, sondern ein Kantonsauftrag mit zwei Adressen. Alles andere, was auf dem Bildschirm nach Buchmacher aussieht, ist Ausland mit Auslandsfolgen. Das ist keine Fussnote, sondern die Weiche, an der sich alles entscheidet, was danach kommt — Limiten, Auszahlung, Steuer, Streitfall.
Die Liga, um die es geht: Gründung, Modus, Meister
Ein deutscher Verband braucht einen Beschluss, bis eine Liga steht. Der Deutsche Basketball Bund fasste ihn im November 1964, gespielt wurde zum ersten Mal in der Saison 1966/67. Das ist der trockene Akt, auf dem alles Folgende ruht — und er erklärt, warum die Liga überhaupt so etwas wie Tradition hat.

Wer die Liga heute führt und wie der Meister entsteht
Die Basketball Bundesliga GmbH, 1996 gegründet, führt den Spielbetrieb seit der Saison 1997/98. An ihr halten die Klubs 74 %, der Deutsche Basketball Bund 26 %. Ein Verband, der die Mehrheit verliert, aber ein Viertel behält, ist ein hübsches Fenster in die Machtfrage, die jede Ligaführung begleitet: Das Interesse der Klubs und das Interesse des Verbands sind nicht identisch.
Rekordmeister sind die Bayer Giants Leverkusen mit 14 Titeln. Den Titel 2025/26 gewann Alba Berlin. In der Saison 2025/26 spielten 18 Teams je 34 Hauptrundenspiele im Hin- und Rückspiel.

Hauptrunde, Play-in, Playoffs: der Weg von Oktober bis Mai
Die Plätze 1 bis 6 erreichten die Playoffs direkt, die Plätze 7 bis 10 spielten ein Play-in mit drei Spielen um die letzten beiden Plätze. Drei Runden folgten im Modus Best of five, jeweils Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Alba Berlin schlug im Finale den FC Bayern München.
Hauptrunden-Erster wurde der FC Bayern München mit 29 Siegen und 5 Niederlagen. Damit ist die Saison 2025/26 zugleich ein Beispiel für die Eigenheit des Basketballs: Die beste Mannschaft über 34 Spiele schied nicht mit dem Titel aus, aber sie war auch nicht die, die ihn holte. Wer die Hauptrunde liest, liest ein anderes Rennen als das Playoff-Rennen, und ein Wettprogramm kann beide meinen. Andreas Obst von Bayern wurde Spieler des Jahres, Justin Bean von Alba Berlin wertvollster Spieler der Finalserie.
Abgestiegen sind die Basketball Löwen Braunschweig und die MLP Academics Heidelberg in die ProA.
Wann Wetten tatsächlich zur Wette stehen
Der Kalender sagt es genauer als jede Vorschau. Die Hauptrunde läuft über die Monate hinweg mit Hin- und Rückspiel, danach engt sich alles auf Play-in und Playoffs ein, und dazwischen liegt der Pokalwettbewerb, der den Spielplan zusätzlich verdichtet. Die Frage, wann Partien der Liga im Wettprogramm stehen, beantwortet darum kein Vorbericht, sondern der Blick in das Programm am Tag selbst.
Ein Hinweis für die Planung: Die Saison 2025/26 ist gespielt. Wer heute einsteigt, blickt auf die kommende Saison und muss die Titelträger und Absteiger der letzten als Geschichte lesen, nicht als Formkurve. Ein Meister aus dem Frühjahr ist keine Angabe über die erste Runde im Herbst. Genau auf diese Verwechslung setzt ein Wettprogramm mitunter, wenn es die vergangene Saison prominent ins Fenster hängt.
Vom Zuschauen zur Wette: was ein Stream nicht ist
Ein Stream kostet nichts. Eine Wette kostet den Einsatz, und sie kostet ihn unwiderruflich, sobald der Ball gespielt ist. Wenn irgendwo zwischen Livestream und Livewette eine Verwechslung entsteht, dann hier: Ein kostenloser Stream und eine Livewette liegen in derselben Oberfläche und sind doch wirtschaftlich zwei verschiedene Dinge.
Der Einsatz bleibt nur bei einer Wette hängen
Wer ein Spiel über den kostenlosen Sport-Streamer eines Anbieters verfolgt, hat nichts riskiert. Die Übertragung auf dem eigenen Gerät ist Unterhaltung. Wer eine Livewette auf dasselbe Spiel abgibt, bindet den Einsatz zu einer Quote, die sich noch während des Spiels ändert. Bei einer Livewette zählt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird — die Übertragung ist nicht Bedingung, sondern Kulisse. Sporttip regelt das ausdrücklich so, und das ist die saubere Trennlinie: Die Übertragung ist ein Service, die Wette ein Vertrag.
Wenn das Ergebnis schon steht, wird die Wette zur 1.00
Eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Für den Wettenden heisst das: Der Klick, der zu spät kommt, ist kein verschärftes Risiko, sondern der Einsatz zurück. Es ist aber auch keine Einladung, es darauf ankommen zu lassen, denn Einsätze fallen unter Umständen ins Gewicht, und der Punkt bleibt: Wer live wettet, wettet gegen eine sich bewegende Quotenlandschaft, nicht gegen einen fixierten Preis.
Ein Beispiel, das den Preis sichtbar macht
Um zu verstehen, was in jeder Quote steckt, hilft eine illustrative Zwei-Weg-Wette mit Quoten von 1.90 zu 1.90 — ein Rechenbeispiel, kein zitierter Marktpreis. Der Auszahlungsschlüssel dieses Marktes beträgt rund 95 %, die Marge also etwa 5 % des Umsatzes. Anders gesagt: Wer über viele Wetten hinweg dieselbe Summe auf beide Seiten dieses Marktes setzt, verliert rechnerisch etwa 5 % dieser Summe, und zwar unabhängig davon, wer gewinnt. Die Bandbreite ist der eigentliche Punkt. Bei zwei Quoten von je 1.90 sitzt die Marge um die 5 %; je unausgeglichener ein Buch einen Markt bepreist, desto weiter wandert sie nach oben, und bei dünnen Nebenmärkten mit einem klaren Favoriten steht sie schnell deutlich höher. Wer wissen will, ob ein Anbieter günstig oder teuer ist, sollte nicht auf das Marketingbild schauen, sondern auf die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes.
Was erlaubt ist: die geschlossene Liste entscheidet, nicht der Buchmacher
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern, unter dem Geldspielkonkordat, in Kraft seit 1. Januar 2021. Nicht die ESBK, die ausschliesslich die Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht es in zwei Teilen: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt — das steht wörtlich so im Gesetz — nur in der Schweiz.
Zwei Veranstalter für ein Land
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip, veranstaltet von der SWISSLOS Interkantonalen Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden.
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa publiziert nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Was gewettet werden darf, steht nicht im Ermessen des Anbieters, sondern auf einer behördlichen Liste. Die Gespa führt einen geschlossenen Katalog der autorisierten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie aufgeführt sind, Frauenwettkämpfe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Corner- und Kartenmärkte und keinen Esport-Abschnitt. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind gesperrt. Wer also auf ein Nischenmarktangebot hofft, das nur ein ausländisches Buch kennt, hofft auf etwas, das hier gar nicht angeboten werden darf.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hat. Das Geldspielgesetz kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out dagegen ist nicht reguliert und bleibt eine Funktion des jeweiligen Veranstalters.
Das Geld: Auszahlung, Limiten und was oben hängen bleibt
Wie der Gewinn rechnet — und wie er gerundet wird
Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Dieser Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Wer eine Kombination aus vier Spielen mit Einzelquoten von 1.80 baut, rechnet sie nicht zusammen, sondern multipliziert: 1.80 mal 1.80 ergibt 10.4976, und die Rundungsregel arbeitet danach am Betrag, nicht an den Quoten. Ein Sieg zahlt also nie exakt die Zahl, die der Taschenrechner zeigt. Es sind Rappen, aber es sind Rappen in eine Richtung.
Der Mindesteinsatz liegt bei einem Franken
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1. Der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette liegt bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Höchsteinsatz ist damit die stillste Regel im ganzen Angebot: Wer eine Systemwette mit CHF 10’000 platziert und dabei nicht bemerkt, dass eine einzelne Kombination über der Limite liegt, bekommt die Wette nicht abgelehnt, sondern gar nicht angenommen.
Was am Gewinn hängen bleibt
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Freibetrag des Bundes liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Wer darüber kommt, zahlt 35 % Verrechnungssteuer, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Diese Schwelle wird kein typischer Wettender erreichen: Wer einen Einsatz von CHF 50 auf eine Quote von 2.00 setzt, gewinnt CHF 50, und das ist meilenweit entfernt. Der kantonale Freibetrag kann abweichen — deshalb heisst es «je nach Kanton», und im Zweifel fragt man einen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Eine Wettsteuer auf Einsätze gibt es in der Schweiz nicht.
Und wer ausländische Anbieter nutzt: Dort fällt keine Verrechnungssteuer an, aber die kantonale Steuerpraxis etwa des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Dieselbe Wette, zwei Steuerfolgen — allein abhängig davon, wer sie anbietet.
Spielerschutz als Alltag, nicht als Notfallseite
Wer nur ein Spiel verfolgen will, setzt Wetten innerhalb selbst gesetzter Verlustlimiten. Das ist keine Ermahnung, sondern die Funktionsweise des schweizerischen Systems, und sie hat eine Eigenheit, die viele Leser überrascht: Es gibt keine gesetzliche feste Einzahlungslimite. Wer eine will, setzt sie sich selbst.
Limiten vor der ersten Teilnahme
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und von CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die 72 Stunden sind gut gewählt — es ist genau die Frist, in der jemand in einem schlechten Moment aufdrehen will. Der Gesetzgeber gibt 24 Stunden vor, Swisslos und Loterie Romande verschärfen in ihren eigenen Bedingungen auf 72.
Spielsperre und Sperrregister
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die stärkste Schutzmechanik im Land und zugleich die einzige, die über die Grenze des einzelnen Produkts hinaus wirkt.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Ein Spielerkonto pro Person mit verifizierter Identität. Bei der Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Wie verlässlich Kontrollen an der Front sind, zeigt eine Zahl, die niemand gern zitiert: Die Gespa führte 2025 Testkäufe durch, und an Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an einen Minderjährigen verkauft. Nicht ganz die Hälfte. Wer Sperrmechanismen als lückenlos beschreibt, sollte diese Zeile gelesen haben.
Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers, und Kredite an Spielende sind verboten. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht.
Livewetten und Cash-Out: bewegliche Preise, einseitige Türen
Zwischen einer Übertragung und einer Livewette liegt ein Unterschied, und er ist teurer, als er aussieht. Zuschauen kostet nichts, eine Livewette bindet Einsatz zu laufend wechselnden Quoten. Dass ein Anbieter ein Spiel zeigt, sagt über sein Wettangebot nichts — die Übertragung ist Marketing, die Quote ist das Geschäft.
Cash-Out ist ein Angebot, kein Recht
Bei Swisslos gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Man kann das als bequemes Werkzeug lesen. Man kann es auch als Tür lesen, die in eine Richtung öffnet: Man darf jederzeit raus, aber zu einem Preis, den der Anbieter festlegt, und ohne Zusage, dass diese Tür überhaupt existiert, wenn es eng wird. Wer eine Position mit Cash-Out absichern will, sichert nicht gegen den Markt ab, sondern gegen die Kulanz des Veranstalters. Wer dazu noch einen Quotenboost laufen hat, verliert ihn bei einem Cash-Out.
Boosts und Kombiboosts: kleine Erhöhungen mit Bedingungen
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Der Kombiboost verlangt mehr: Er gilt nur online für Prematch-, Live- und Systemwetten und setzt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 voraus. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind.
Das ist die ehrlichste Stelle des ganzen Angebots. Vier Voraussagen zu je mindestens 1.50 sind vier Mal eine Wette, die der Markt nicht als Selbstläufer bepreist, und wer sie alle trifft, hat den Bonus redlich verdient. Die Staffelung erzählt zugleich, wie selten das passiert: 5 % auf der untersten Stufe sind kein Anreiz, sondern eine Geste.
Abhängige Ereignisse und was passiert, wenn es schiefgeht
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer eine Kombination mit Ereignissen aus derselben Partie baut, sollte also prüfen, ob das Programm sie überhaupt zulässt — sonst steht am Ende der Einsatz zurück und die Arbeit umsonst.
Woran die reguläre Spielzeit endet
Die Frage, ob die Verlängerung zur regulären Spielzeit zählt, hat eine klare Antwort und eine Ausnahme. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Beim Basketball läuft das auf dasselbe Muster hinaus wie im Fussball, nur mit anderer Uhr: Die reguläre Spielzeit ist diejenige, die auf der Anzeigetafel am Ende des vierten Viertels steht. Ein Spiel, das in die Verlängerung geht, ist für eine Wette auf den Ausgang der regulären Spielzeit entschieden — zugunsten des Teams, das nach vier Vierteln nicht verlor. Wer die Verlängerung mitzählen will, braucht einen Markt, der sie einschliesst, und muss im Programm nachsehen, ob er das tut. Ein Blick vor dem Abschluss kostet nichts, ein falsch verstandener Markt kostet den ganzen Einsatz.
Der Vergleich: zehn Anbieter nach prüfbaren Kriterien
Der Vergleich ordnet Angebote nach Merkmalen, die sich nachlesen lassen, und nicht nach der Grösse der Werbefläche. Bei den beiden schweizerischen Veranstaltern ist der Massstab ein anderer als bei den acht ausländischen: Dort vergleicht man Bewilligung, Wohnsitzvoraussetzung und Limiten, hier vergleicht man ein Geschäftsmodell ohne jede Schweizer Bewilligung. Ein Vergleich über zwei Gruppen hinweg macht nur Sinn, wenn die Gruppen nicht verwischt werden.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja — Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51) | Loterie Romande, Lausanne |
| Funbet | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Interwetten | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetLabel | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Pribet | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bettilt | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Fezbet | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BC Game | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Gamdom | Keine Schweizer Bewilligung | Nicht erstellt; ohne Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Spalte mit der Bewilligung ist die einzige, die durchgehend gefüllt ist, und sie ist die einzige, die zählt. Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das ist kein Verwaltungsdetail, sondern der Grund, warum die Liste der ausländischen Anbieter nur eine Referenzliste sein kann: Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist strafbar, mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Der Wettende wird nicht bestraft. Aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keine Kontrolle eines fairen Spielablaufs.
Ohne Schweizer Bewilligung fehlen drei Dinge zugleich: der Anschluss ans Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg, und jede Bindung des Anbieters an die Limiten, die für bewilligte Veranstalter gelten. Dafür tauchen die Domains auf der Sperrliste der Gespa auf, die schweizerische Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren: Die erste Liste stammte vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden binnen Stunden ersetzt — die Gespa nennt dieses Domain-Hopping ausdrücklich und nennt Interwetten, Bet-at-Home sowie bet365 als auf der Liste stehend. Wer glaubt, ein Block sei dauerhaft, hat die Mechanik nicht verstanden.
Die Veranstalter und die weiteren Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: zwei Bewilligungen und ein Vertragsgebiet mit 21 Kantonen
Swisslos ist einer der beiden Veranstalter, die das interkantonale Recht überhaupt zulässt. Die Bewilligung besteht aus zwei Teilen: der Veranstalterbewilligung und der Spielbewilligung nach BGS; Aufsicht führt die Gespa. Ein Onlinekonto steht ausschliesslich Personen offen, die im eigenen Vertragsgebiet wohnen — in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Das ist die erste Schranke, über die ein Leser stolpert, und sie ist die härteste: Wer in der Westschweiz wohnt, bekommt hier kein Konto, egal wie gut das Angebot ist.
Die Limiten liegen zwischen CHF 1 und CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 bei einer Systemwette, jederzeit ohne Angabe von Gründen änderbar. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage sind vor der ersten Teilnahme Pflicht, mit einer Senkung, die sofort gilt, und einer Erhöhung, die 72 Stunden wartet.
Das Produkt hat Ecken und Kanten. Der Kombiboost abstufende Erhöhungen von 5 über 20 und 40 bis 100 % wirken verlockend, bis man die Voraussetzung liest: vier bis fünfzehn Voraussagen zu je mindestens 1.50. Cash-Out existiert, aber nur vollständig, ohne Teilauszahlung, nicht garantiert und zu einem Betrag, der unter dem möglichen Gewinn liegt. Der Geldspielertrag geht in den öffentlichen Nutzen: Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. — CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, davon CHF 109 Mio. aus den Sportwetten, nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Wer hier wettet, schiebt einen Teil des Verlusts an Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe. Das ist der eigentliche Unterschied zu jedem ausländischen Buch: Aus dem Einsatz wird keine Dividende, sondern eine Zuwendung mit Adresse.
Der Rückgang von CHF 122 Mio. auf CHF 109 Mio. aus Sportwetten in einem einzigen Jahr ist die interessante Zahl im ganzen Bericht. Sie sagt, dass die bewilligten Sportwetten in einem wachsenden Markt kleiner werden. Wer einen Gegenschluss zieht — dass die Leute weniger wetten —, sollte den Pokal- und Kalendereffekt einer Nicht-WM-Saison nicht unterschätzen. Woran die Zahl für den Wettenden arbeitet: Der bewilligte Anbieter steht unter Bewilligungsvorbehalt, und sein Preisniveau ist das eines Veranstalters mit Kantonsauftrag, nicht das eines Unternehmens, das um Marktanteile kämpft. Das ist kein Verbrechen, sondern der Preis eines Monopols mit Schutzmechanik.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, ein anderes Territorium
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Kontaktadresse in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Die Bewilligungsgrundlage ist dieselbe wie bei Swisslos: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS, Aufsicht durch die Gespa, ein Grossspiel mit öffentlichem Nutzen. Wer in der Westschweiz wohnt, hat hier das bewilligte Angebot, und wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, hat dort seines. Die Trennlinie läuft nicht nach Geschmack, sondern nach Kantonsgrenze.
Jouez Sport ist damit für jeden Leser aus Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis die einzige Option mit Schweizer Bewilligung. Nicht die beste unter vielen — die einzige. Wer in diesen sechs Kantonen wohnt und trotzdem bei einem ausländischen Anbieter wettet, verzichtet auf jeden Mechanismus, den das Schweizer System kennt: die Verlustlimiten des Veranstalters, den Anschluss ans Sperrregister, den Rechtsweg. Die Zahl der Verkaufsstellen macht deutlich, wo die Alternative liegt: 2’350 physische Orte, an denen man dieselbe Wette abschliessen kann, ohne bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung zu landen.
Zwischen den beiden bewilligten Veranstaltern unterscheidet sich das Produkt in dem, was die Sache für den Wettenden ausmacht: Sporttip hat die geschlossene Liste der Sportarten und Wettarten im Rücken und dazu ein eigenes Regelwerk mit Kombiboost, Cash-Out und Bet-Builder-Funktion. Wer in der Westschweiz wohnt, findet hier denselben Bewilligungsrahmen und muss die Entscheidung nicht an der Frage «bewilligt oder nicht» festmachen, sondern an den Details des eigenen Wettprogramms.
Funbet: ein Konto ohne Schweizer Anschluss
Funbet trägt keine Schweizer Bewilligung, sondern eine ausländische, deren Bestand nicht erstellt ist — und die in der Schweiz ohnehin keine Wirkung hätte (Art. 4 BGS). Nur Swisslos und Loterie Romande dürfen hier Sportwetten anbieten. Der Anbieter hängt nicht am schweizerischen Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und seine Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden. Wer dort ein Konto führt, führt es in einem Rechtsraum, der die Schweizer Schutzmechanik nicht kennt.
Der Weg dorthin ist für einen Schweizer Wettenden auch kein Zufall: Er verläuft über eine Domain, die in der Schweiz blockiert sein kann und, wenn sie es ist, binnen Stunden unter anderer Adresse wieder auftaucht. Wer dabei ein Lösungswort für sein Konto vergisst, hat keinen Schweizer Ansprechpartner, an den er sich wenden könnte.
Wie sich ein Konto bei Funbet im Alltag anfühlt, ist hier so wenig beschrieben wie bei den anderen sieben. Das ist für den Leser eine relevante Beobachtung: Funbet ist kein Anbieter, dessen Konditionen man neben die von Swisslos stellen kann. Seine Existenzberechtigung auf dieser Liste ist eine andere.
/// TEXT ZU BILDSLOT 1 ///
Anbieter im Vergleich: Kriterien und ihre Herkunft
Wie wir zehn Anbieter vergleichen
Unser Ranking stützt sich auf fünf Kriterien: die Schweizer Bewilligungslage, den Zugang für Schweizer Wettende, die Sicherheit des Geldes, die Zugehörigkeit zum Schweizer Schutzsystem und die Nachvollziehbarkeit der Konditionen. Alle sind überprüfbar.
Häufige Fragen
Darf man in der Schweiz auf die Basketball-Bundesliga wetten, und bei wem?
Ja, aber nur über die beiden bewilligten Veranstalter. Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande sind die einzigen, die Sportwetten anbieten dürfen, und beide nur im eigenen Kantonsgebiet. Ob die Liga auf der geschlossenen Liste der Gespa steht, entscheidet, ob sie im Wettprogramm überhaupt erscheint.
Ist ein Livestream dasselbe wie eine Livewette, und was kostet jeweils der Einsatz?
Nein. Eine Übertragung ist kostenlos und bindet nichts; eine Livewette bindet den Einsatz zu einer Quote, die sich während des Spiels ändert. Bei Sporttip gilt die Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird — die Übertragung ist Kulisse, die Wette ein Vertrag.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen abgerundet. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000.
Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten?
Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine Spielsperre von 1 bis 180 Tagen möglich.
Sind Wettgewinne steuerfrei, und was heisst «je nach Kanton»?
Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Kantone können abweichende Freibeträge haben, deshalb «je nach Kanton»; Gewinne aus ausländischen Anbietern behandelt etwa Thurgau als steuerbares Einkommen.
US-Sport – wettenlegalch
Inhalt erstellt vom Team «wettenlegalch»
