Quoten im Vergleich: Zwei bewilligte Veranstalter, eine Rechnung, die selten aufgeht

Updated Oktober 2026
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Eine Balkenwaage mit zwei Schalen steht auf einem Holztisch, in einer Schale liegen einige Münzen.

Stand: Oktober 29, 2026. Die Bewilligungsangaben wurden gegen die Informationen der Gespa, der kantonalen Aufsicht über die Geldspiele, und gegen die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 geprüft.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wer nach den besten Quoten sucht, sucht in der Schweiz auf einem sehr kleinen Markt. Zwei Veranstalter dürfen hier Sportwetten anbieten, ein deutschschweizerischer und ein westschweizerischer, und beide arbeiten mit einem gesetzlich geschlossenen Wettprogramm. Alles andere, was in Suchergebnissen mit grossen Zahlen und grünen Buttons auftaucht, hat hier keine Bewilligung. Das ist keine Fussnote, sondern die Ausgangslage jedes Quotenvergleichs in diesem Land.

Die unbequeme Nachricht: Ein Quotenvergleich liefert weniger, als die meisten erwarten. Er liefert keinen dauerhaften Sieger. Er liefert eine Rechnung. In jeder Quote, die ein Veranstalter anschreibt, steckt ein Anteil, den er für sich behält, und dieser Anteil ist die einzige Zahl im ganzen Spiel, die zuverlässig zu seinen Gunsten festgeschrieben ist. Der Ausgang eines Spiels ist offen, die Marge nicht.

Genau dieser Kostenbegriff führt durch diesen Text. Was eine Quote im Geldbeutel bedeutet, was die Bedingungen der beiden bewilligten Veranstalter kosten, was ein Konto im Ausland an Schutz kostet — und an welcher Stelle ein Aufpreis in der Quote gegenüber einer Verlustlimite klein wird.

Die Grundlagen: Quote, Wahrscheinlichkeit und ein Dach über der Rechnung

Eine Quote ist keine Prognose, sondern ein Preis. Wer 1.90 liest, liest: Für CHF 10 Einsatz gibt es bei richtiger Voraussage CHF 19 zurück. Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, und bei den bewilligten Veranstaltern wird er danach noch zweimal angefasst — zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese zweite Rundung ist klein, aber sie läuft nie zuungunsten des Veranstalters.

Ein Skihang mit frischen Spuren im Neuschnee unter blauem Himmel, am Rand stehen verschneite Tannen.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Aus jeder Quote lässt sich eine implizite Wahrscheinlichkeit herausrechnen: 1 geteilt durch die Quote. 1.90 entspricht damit rund 52,6 Prozent. Der Haken liegt im Wort «rund». Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes, kommt man nicht auf 100 Prozent, sondern auf mehr.

Was ein Quotenvergleich bei zwei Veranstaltern leisten kann

Ein Vergleich sortiert nicht in gut und schlecht, weil es diese Sortierung hier nicht gibt. Er zeigt zwei Dinge: wie hoch der Anteil ist, den jeder Veranstalter einbehält, und wie unterschiedlich die beiden ein und dieselbe Begegnung einpreisen. Sporttip und Jouez Sport kalkulieren unabhängig voneinander, mit eigener Einschätzung, eigenen Limiten und eigenen Regeln. Dass dieselbe Partie beim einen 1.85 und beim anderen 1.95 steht, ist deshalb keine Panne, sondern der Normalfall.

Ein Dorffussballplatz mit Holzzaun am Hang, dahinter grasen Kühe auf einer Weide unter hohen Wolken.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Was der Vergleich nicht leisten kann: eine Antwort auf die Frage, welcher Anbieter dauerhaft die besseren Quoten hat. Kein Veranstalter schreibt über alle Märkte hinweg systematisch höher an, und wer eine Woche lang vergleicht, findet beide Seiten oben.

Warum die Quote sich live verschiebt

Live-Quoten sind beweglicher als alles, was vor Anpfiff angeschrieben wird. Sie reagieren auf Tore, Platzverweise, Spielanteile und darauf, wie viel Geld in den Minuten davor auf eine Seite geflossen ist. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird — ein Live-Stream ist keine Voraussetzung. Zwei Regeln aus den Teilnahmebedingungen sollte man kennen, bevor man in einer hektischen Minute auf den Bildschirm tippt: Wetten, die erst nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt zurück, der Gewinn ist weg.

Was die Marge aus einem fairen Spiel macht

Die Marge ist der Grund, weshalb ein Quotenvergleich überhaupt etwas bringt — und der Grund, weshalb er weniger bringt, als die Werbung verspricht. Sie ist der Betrag, den der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken einbehält, unabhängig davon, wie das Spiel ausgeht.

Rechnen wir es an einem illustrativen Zwei-Weg-Markt durch, einem Beispiel und nicht einem angeschriebenen Preis. Bei Quoten von 1.90 auf beide Seiten ergibt sich aus den beiden impliziten Wahrscheinlichkeiten eine Auszahlungsquote von etwa 95 Prozent, und die Marge liegt damit bei rund 5 Prozent. Das heisst: Von jedem Franken, der auf diesen Markt fliesst, kommt im Durchschnitt etwas mehr als 95 Rappen in Form von Auszahlungen zurück. Der Rest bleibt beim Veranstalter, bevor überhaupt ein Ball rollt.

Die eigentliche Frage lautet, wie hoch diese Marge in der Praxis ist — und darauf gibt es keine einzelne Antwort. Sie bewegt sich mit dem Markt und mit der Sportart. Bei den grossen Ligen, in denen viel Umsatz zusammenkommt und viele Marktteilnehmer preisgleiche Positionen anbieten, liegt der einbehaltene Anteil am unteren Rand einer Bandbreite von ungefähr 3 bis 8 Prozent. Bei kleineren Wettbewerben, Nischenmärkten und langen Kombinationen wird sie deutlich grösser. Der Rand dieser Band hängt also nicht am Anbieter, sondern daran, worauf man setzt.

Bei Kombinationen verstärkt sich der Effekt, weil sich die Margen der einzelnen Voraussagen in der Gesamtquote überlagern. Fünf Legs in Nischenmärkten sind nicht fünfmal ein kleines Prozent, sondern ein spürbarer Anteil auf den ganzen Wettschein. Wer also die Auszahlungsquote eines Buches an einer einzigen Fussballpartie abliest, liest sie zu rosig.

Die Marge ist die einzige Grösse im Wettgeschäft, die der Veranstalter vor dem ersten Pfiff kennt. Der Ausgang einer Partie ist eine offene Frage, die Marge eine festgeschriebene Zahl.

Wohin der Weg zuerst führt: zwischen Bewilligung und Sperrliste

Jeder Quotenvergleich beginnt mit einer Frage, die vor der Quote kommt: Ist der Anbieter überhaupt zugelassen? In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von den beiden bewilligten Veranstaltern organisiert werden. Für die Vergabe eines organisierten Grossspiels braucht es eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, und eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz gilt nur in der Schweiz. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Die eidgenössische Spielbankenkommission ist hier nicht zuständig — sie beaufsichtigt Casinos, nicht Sportwetten.

Eine ausländische Bewilligung, ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land, hat in der Schweiz keine Geltung. Das heisst nicht, dass die Seite verschwindet. Es heisst, dass der Schweizer Rechtsschutz nicht bis zu ihr reicht: keine Anbindung an das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Stakes und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Und selbst das Sperren ist keine Mauer: Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS-Sperre umsetzen. Seit dem ersten Verzeichnis vom 3. September 2019 ist die Liste gewachsen, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains, und gesperrte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — ein Muster, für das die Gespa selbst Namen nennt.

Der Spieler wird nach der Rechtslage nicht bestraft, wenn er auf einer nicht bewilligten Seite spielt. Die Staatsanwaltschaft verfolgt den Veranstalter. Organisieren ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, mit bis zu drei Jahren oder Geldstrafe, in gewerbsmässiger Form bis zu fünf Jahren.

Für die Werbung schliesslich gilt ein Verbot, das diesen Text mit einschliesst: Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspielangebot ist untersagt und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden. Deshalb beschreibt diese Seite die ausländischen Marken, statt für sie zu werben, und deshalb steht bei jeder von ihnen dieselbe Zeile: ohne Schweizer Bewilligung.

Der Rahmen, in dem die Quoten schweben: das geschlossene Wettprogramm

Ein Quotenvergleich in der Schweiz vergleicht nicht nur zwei Preise, sondern auch zwei Restriktionen. Das bewilligte Angebot ist eine geschlossene Liste. Sie ist als Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten bei der Gespa erschienen, in der Fassung vom 10. September 2026, gestützt auf das Geldspielgesetz und die Verordnung über die Geldspiele.

Aus dieser Liste folgt allerhand Praktisches. Es lassen sich nur Sportereignisse belegen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht vorgesehen. Esports tauchen in der Liste nicht auf. Qualifikationsrunden stehen nur dann zur Verfügung, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe ebenso, und Ranglistenwetten nur, wo die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder den Podestplatz entscheidet. Auf Trainingsläufe lässt sich nicht setzen. Länderspiele und Wettbewerbe, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ebenfalls ausgeschlossen. Corner- und Kartenmärkte sucht man in der Liste vergebens. Live-Wetten sind erlaubt, vor Anpfiff und live, sofern der Veranstalter eine Entscheidung dafür hält — das Gesetz beschränkt Live-Märkte nicht auf bestimmte Typen.

Wer die Bandbreite der Märkte als Kriterium in einen Quotenvergleich einbezieht, muss deshalb wissen, was die Bandbreite hergibt: viel bei den grossen Fussballligen, weniger in Sportarten, die in der Liste stehen, aber nur schmal abgebildet werden. Cash-Out schliesslich ist nicht gesetzlich geregelt, sondern Anbieterwagnis — es bleibt ein Merkmal des jeweiligen Veranstalters und nicht ein Anspruch, den ein Bewilligungsträger einlöst.

Ist das überhaupt erlaubt? Die Bewilligung als erstes Qualitätsmerkmal

Auf die Frage nach den besten Quoten antworten viele Seiten mit einer Rangliste. Die ehrliche Antwort lautet in der Schweiz: Sie vergleichen zwei. Swisslos führt sein Sportwettprodukt unter dem Namen Sporttip, die Loterie Romande führt ihres als Jouez Sport. Mehr Veranstalter gibt es nicht, weil die Kantone die Zahl der Organisatoren von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt haben.

Beide tragen dieselbe Art von Bewilligung: eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, unter Aufsicht der Gespa. Der Unterschied liegt nicht in der Bewilligung, sondern im Gebiet. Sporttip steht Spielenden in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH offen, dazu im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein — zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport ist für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura da. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus, und wer ausserhalb wohnt, braucht den Vergleich gar nicht zu beginnen.

Diese Aufteilung hat eine Folge, die kein Marketing wegdiskutieren kann: Für die meisten Schweizerinnen und Schweizer steht nur einer der beiden Veranstalter tatsächlich zur Wahl. Wer in Zürich wohnt, kann Jouez Sport nicht online nutzen. Wer in Genf wohnt, nicht Sporttip. Ein «Vergleich der besten Quoten unter zehn Anbietern» ist damit für den einzelnen Leser ein Vergleich zwischen zwei Produkten, von denen im Alltag überhaupt nur eines zugänglich ist.

Der zweite Teil dieser Antwort ist unangenehmer. Die Bewilligung sagt nichts über die Höhe der Quote. Eine Bewilligung schützt den Spielenden auf anderem Weg: durch den Zugang zu Limiten, Spielsperren, kontrollierter Auszahlung und einem Schweizer Rechtsweg. Sie macht die Quote nicht besser und die Marge nicht kleiner.

Limiten und die Sperrliste: Was der bessere Preis im Ausland wirklich kostet

Ein ausländisches Buch kann rechnerisch bessere Preise anzeigen. Der Rabatt auf der Quote ist aber kein Geschenk, sondern die Gegenleistung für etwas, das fehlt. Bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gibt es keine Einbindung in das schweizerische Sperrregister. Wer sich bei Swisslos für eine unbefristete Spielsperre entscheidet, wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein gilt. Diese Selbstsperre ist ein Instrument, nicht bloss eine Einstellung im Nutzerkonto — und sie existiert bei einem ausländischen Anbieter in dieser Form nicht.

Auch beim Geld hört der Vergleich nicht bei der Quote auf. Auszahlungen gehen im bewilligten Schweizer Angebot ausschliesslich auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Wege gibt es in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht, und Kredite an Spielende sind untersagt. Wer sein Geld über einen Anbieter ausleitet, dessen Auszahlungswege undurchsichtig sind, tauscht einen Prozentpunkt Quote gegen ein offenes Risiko.

Ein Nebenaspekt, den viele beim Preisvergleich übersehen: Gewinne aus einem in der Schweiz bewilligten Grossspiel sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; oberhalb davon zieht der Veranstalter eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent ab, die man über die Steuererklärung zurückholt. Der Freibetrag liegt beim Bund seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 und lag 2025 bei CHF 1’070’400; die kantonale Grenze weicht ab, sie gilt je nach Kanton. Für einen typischen Sportwetter liegt jeder Gewinn weit unter dieser Grenze, und es fallen weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an.

Bei Gewinnen ausländischer Anbieter sieht das anders aus. Verrechnungssteuer wird dort nicht abgezogen, dafür behandelt die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen ungeachtet der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Diese Auskunft ist allgemeiner Natur und ersetzt keine Steuerberatung; für den eigenen Fall ist die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse. Wer also zwei Quoten nebeneinanderlegt, sollte die Steuerfolge des jeweiligen Gewinns mit auf die Waage legen.

Weniger riskieren: Spielerschutz als Gegenrechnung zur Quote

Die höhere Quote bringt eine höhere Schwankung mit. Wer einen Markt mit grösserem Auszahlungsanteil wählt, wählt nicht mehr Sicherheit, sondern enger geschnittene Preise auf der Seite des Anbieters. Was ein Quotenvergleich nicht verhindern kann — und was er auch nicht verspricht —, ist, dass aus einem Wettprogramm ein Verlust wird.

In der Schweiz liegt die Steuerung des Einsatzes zuerst bei den Spielenden selbst. Der Veranstalter muss Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen, aber die Höhe bestimmt die Person, nicht der Staat. Ein festgeschriebener staatlicher Einzahlungsdeckel existiert im Schweizer Sportwetten nicht. Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer beim Anmelden eine hohe Limite setzt, um sie später schnell wieder anheben zu können, hat den Mechanismus missverstanden: Der Puffer ist nach oben eingebaut, nicht nach unten.

Welche Werkzeuge ein Spielerkonto bereitstellt

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen, und sie gilt — wie oben gesagt — auch für Casinos und für Liechtenstein. Bewilligungsrechtlich ist eine solche Sperre ernst zu nehmen: Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Dass die Schutzmechanismen existieren, heisst nicht, dass sie überall greifen. Die Gespa hat 2025 Testkäufe durchgeführt, bei denen an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Wer den Verkaufsstellen-Schalter für besonders kontrolliert hält, sollte diese Zahl zur Kenntnis nehmen. Für Wetten mit mehreren Voraussagen sind feste, vor dem Absenden festgelegte Einsätze die schlichteste Bremse — sie steht in keiner AGB und ist trotzdem wirksamer als die beste Limite, die man später wieder anhebt.

Wie sich Einzelwette, Kombiwette und Systemwette rechnen

Die Wettrechnung selbst ist einfach, aber jede Wettart hat ihren eigenen Weg dorthin. Bei der Einzelwette ist der mögliche Gewinn Einsatz mal Quote. Bei der Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert: Aus 1.90, 2.10 und 1.75 wird eine Gesamtquote, aus der zusammen ein höherer möglicher Gewinn folgt — und ein Ausfall, der den ganzen Wettschein kippt. Bei der Systemwette wird derselbe Vorrat an Voraussagen in mehreren Teilscheinen kombiniert; sie federt einen einzelnen Ausfall ab und kostet dafür mehr Einsatz, denn jeder Teilschein wird bezahlt.

Wer den möglichen Gewinn eines Wettscheins prüft, sollte die Rundung mitdenken: Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist eine Kleinigkeit auf einem einzelnen Schein und eine Summe über ein Sportjahr.

Bei Kombinationen gibt es zwei Einschränkungen, die den Reiz der Gesamtquote begrenzen. Erstens zahlte bei Jouez Sport eine Einzelwette oder eine Kombiwette in maximal zehn Voraussagen aus, mit einer Gesamtquote zwischen mindestens 1.10 und höchstens 100’000. Zweitens steigt mit der Zahl der Legs nicht nur die Gesamtquote, sondern auch der Anteil, den der Veranstalter eingerechnet hat. Eine lange Kombination sieht spektakulärer aus, als sie bezahlt.

Ein eigener Punkt betrifft Kombinationen aus voneinander abhängigen Ereignissen derselben Sportveranstaltung. Die sind nur über die Bet-Builder-Funktion möglich. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann der Veranstalter die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Einsatz ist also nicht verloren — die Wette aber auch nicht gewonnen.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost: Mehr Quote, mehr Bedingungen

Die Zusatzangebote sind das Stück Wildwest innerhalb eines streng geordneten Rahmens. Ihre Existenz hängt an einer gesetzlichen Hürde: Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa. 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Der Rahmen ist damit eng, und was innerhalb dieses Rahmens angeboten wird, steht ausschliesslich in den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Rechnen wir den Sporttip-Kombiboost durch, weil er zeigt, was ein Bonus auf dem Papier verlangt. Er gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und er setzt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50 voraus. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Die 100 Prozent stehen also nicht am Anfang der Skala, sondern an ihrem Ende — hinter fünfzehn Voraussagen, jede mit einer Mindestquote, und jede ein eigenes Risiko für den ganzen Wettschein.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Cash-Out nutzt, um eine riskante Kombination zu retten, verliert genau den Zuschlag, der die Kombination attraktiv gemacht hat. Die beiden Instrumente arbeiten gegeneinander.

Das Wort «Risikofrei», das in der Branche gern auf solche Angebote geklebt wird, hält der Rechnung nicht stand. Ein Boost auf den Nettogewinn verändert nicht die Wahrscheinlichkeit, dass die Voraussagen aufgehen. Er verändert deren Bezahlung, und auch das nur, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Wo die Marge eines Marktes bei rund 5 Prozent liegt und ein Boost 5 Prozent auf den Nettogewinn verspricht, hebt sich der Rabatt in der Grössenordnung der Marge nicht auf — er verschiebt sie ein Stück zuungunsten des Anbieters, mehr nicht, und nur bei einem erfüllten Zusatzkriterium.

Ein Wort zu Bonusangeboten ausländischer Anbieter, das hier trotzdem seinen Platz hat: In der Schweiz dürfen solche Seiten nicht beworben werden, und diese Seite tut es nicht. Wer auf einer Salespage liest, dass eine Einzahlung verdoppelt oder verdreifacht werde, sollte zuerst die zugehörige Umsatzbedingung suchen — die Zahl, die bestimmt, wie oft das Geld durchgespielt werden muss, bevor es auszahlbar ist. Diese Bedingung steht nicht auf der Startseite. Sie steht im Kleingedruckten, und genau dort liegt der Preis des Angebots.

Limiten, Auszahlung und Ausfall: Die Bedingungen hinter der Quote

Eine Quote ist nur ein Teil des Preises. Der andere Teil steht in den Teilnahmebedingungen, und er lässt sich bei beiden bewilligten Veranstaltern nachschauen. Die Limiten liegen bei Sporttip zwischen CHF 1 Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten und CHF 1’000 Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette, bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der abgelehnte Wettschein ist kein Fehler, sondern die Regel in ihrer Wirkung.

Bei Jouez Sport beginnt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 und für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Diese Deckel sind die entscheidende Grösse für jemanden, der mit grossen Einsätzen arbeitet — und die zweite Hälfte der Antwort auf die Frage, welcher Anbieter die besten Quoten hat. Ein Preis, den man nicht setzen kann, ist kein Preis.

Zum Geldfluss gehört auch der Weg des Guthabens. Bei Swisslos lässt sich das Spielguthaben per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, ab einem Mindestbetrag von CHF 20; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet für das Aufladen des Spielkontos PostFinance Pay an, wobei die Transaktion direkt in der PostFinance App bestätigt wird. Ausgezahlt wird innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, und Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Gewinne bucht Swisslos bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch dem Wallet gut. Darüber, und bei bekannter Zahlungsverbindung, gehen sie innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto.

Was passiert, wenn ein Sportereignis ausfällt? Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt — oder im Rahmen eines Turniers —, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage Quote 1.00. Das ist der Kulanzfall innerhalb des Schweizer Rahmens: Der Einsatz ist nicht verloren, aber er hilft auch nicht weiter. Und ein Gewinn, der nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht wird, verfällt zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Diese Fristen laufen, während niemand hinschaut.

Ein weiterer Punkt, der in Quotenvergleichen kaum je auftaucht: Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer — im Fussball etwa 90 Minuten — plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer im Pokalspiel auf den Sieger nach 90 Minuten setzt, sollte diese Zeile kennen.

Die Veranstalter im Einzelnen: Zehn Bewertungen, zwei Gruppen

Zehn Marken stehen hier nebeneinander, aber nicht in einer Rangliste. Die ersten beiden sind die bewilligten Veranstalter, getrennt nach ihrem Gebiet. Die acht weiteren sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die viele Schweizer Spielende trotzdem antreffen. Sie werden nach denselben Kriterien beschrieben und eingeordnet, aber sie bleiben, was sie sind: Angebote ohne Zulassung im Schweizer Recht.

Bei Swisslos vorbei: die Bilanz sticht die Quote

Sporttip ist das Sportwettprodukt von Swisslos, einer Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, und ihre Sportwetten tragen den Namen Sporttip. Die Bewilligung nach dem Geldspielgesetz mit Aufsicht durch die Gespa unterscheidet sie nicht von ihrer westschweizerischen Schwester — die Unterscheidung liegt im Gebiet und im Produkt.

Wer Sporttip im Vergleich zu einem ausländischen Buch betrachtet, sieht zuerst den Preisnachteil und danach den Ausgleich. Der Preisnachteil ist real und nicht wegzureden. Der Ausgleich ist der Schweizer Rahmen: Zahlung nur auf ein Konto auf den eigenen Namen, kein Kredit an Spielende, Zugang zu Verlustlimiten und zum schweizweiten Sperrregister, ein Schweizer Rechtsweg. Sporttip ist zudem der einzige der beiden Bewilligungsträger mit einem deutschschweizerischen Einzugsgebiet inklusive Tessin und Liechtenstein.

Im Produkt selbst liegen die Dinge gemischt. Der Kombiboost honoriert Online-Spieler mit bis zu 100 Prozent auf den Nettogewinn, aber erst ab fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 — ein Ziel, das die wenigsten Wettscheine erreichen. Die Limiten mit CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten sind für die grosse Mehrheit der Spielenden irrelevant und für die kleine Minderheit, die mit grösseren Einsätzen arbeitet, eine harte Wand. Das Cash-Out-Angebot umfasst Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, ohne Garantie für jeden Markt. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Wichtiger als diese Einzelheiten ist eine Eigenschaft des Cash-Outs, die alle Einzelheiten überragt: Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Wer aussteigt, verkauft seinen Wettschein an den Veranstalter zurück, und der Preis, den dieser zahlt, liegt unter dem, was bei einem erfolgreichen Verlauf auf dem Schein gestanden wäre.

Fazit für dieses Konto: Die Quote ist hier nicht das Zugpferd, und sie soll es nicht sein. Wer jeden Franken zweimal umdreht, findet im Ausland Anschriebe, die besser aussehen. Wer nach dem Gewinn nicht das Nachsehen haben will, gewinnt bei Swisslos auf einer anderen Seite der Rechnung — beim geregelten Auszahlungsweg und beim Rechtsschutz, den kein Konto im Ausland ersetzt.

In der Westschweiz: Jouez Sport und der Preis der kleinen Menge

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Die Bewilligungslage ist mit Sporttip identisch: Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht durch die Gespa, dieselbe Pflicht zur Identitätsprüfung und dieselbe Gebietsbindung.

Die Limiten sind der Punkt, an dem sich die beiden Produkte unterscheiden, und sie sind der Punkt, der eine ehrliche Bewertung trägt. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Wette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Diese Deckel sind für den typischen Spielenden kein Problem und für den ambitionierten ein Kriterium. Wer CHF 500 als Höchsteinsatz ansieht und dort nicht mehr setzen kann, sucht nicht eine bessere Quote, sondern ein grösseres Limit. Trotzdem gilt auch hier: Der Rahmen ist Teil des Angebots. Der Höchstgewinn von CHF 300’000 pro Wette ist eine Zahl, die bei einem ausländischen Anbieter niemand garantiert, und die CHF 2 Mindesteinsatz online machen Jouez Sport für kleine Wetten zugänglicher als manche Annahme über Lotteriegesellschaften vermuten lässt.

Wie Swisslos gibt auch die Loterie Romande Spielräume beim Schutz: Verlustlimiten werden von den Spielenden selbst gesetzt, die Senkung wirkt sofort, die Erhöhung erst nach 72 Stunden. Und auch hier gilt die Haushaltsregel ohne Ausnahme — wer im Swisslos-Vertragsgebiet wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran, und umgekehrt.

Fazit für dieses Konto: Jouez Sport richtet sich an Spielende, denen ein tiefer Mindesteinsatz und ein klarer Deckel lieber sind als ein grosser Spielraum. Wer dagegen in Freiburg eine vierstellige Summe auf eine Kombination setzen will, stösst zuerst an die CHF 500 und danach an die Einzelheiten des Multiples — und findet beim Nachbarn nur ein anderes Limit, keine bessere Antwort.

N1 Bet: ohne Schweizer Bewilligung

N1 Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hierzulande Sportwetten anbieten. Eine im Ausland erworbene Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft und entfaltet nach dem Geldspielgesetz hier keine Wirkung. Das Konto hängt an keinem Schweizer Sperrregister, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS-Sperre unerreichbar werden.

Wer eine solche Seite trotzdem öffnet, sollte zwei Dinge zuerst prüfen: ob die angeschriebene Quote überhaupt setzbar ist — kleine Anschriebe und grosse Anschriebe sind nicht dasselbe — und wie die Auszahlung aussieht. Eine Bewilligung ersetzt kein besseres Papier, aber sie ersetzt ein Nachfassen, das im Ausland ins Leere läuft.

Fazit für dieses Konto: Reizt der höhere Anschrieb, ist der Blick auf die Auszahlungsbedingungen wichtiger als der auf die Quote.

Fezbet: ohne Schweizer Bewilligung

Fezbet gehört zur selben Gruppe: ausländische Marke, keine Schweizer Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrliste und DNS-Sperre als mögliche Folge. Die Regeln, unter denen ein Konto dort läuft, sind die Regeln des Anbieters und nicht die des Schweizer Rahmens.

Für einen Quotenvergleich heisst das: Fezbet ist ein Referenzpunkt, um die Grössenordnung zu zeigen, in der ausländische Anbieter anschreiben. Ein Vergleich, der bei der Zahl stehen bleibt, hat die Hälfte weggelassen. Die andere Hälfte ist die Frage, was passiert, wenn es bei einer Auszahlung klemmt.

Fazit für dieses Konto: Als Massstab für Anschriebe brauchbar, als Ort für grössere Guthaben nicht.

AmunRa: ohne Schweizer Bewilligung

AmunRa steht in derselben Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, keine Einbindung in das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko eingeschlossen. Wer in der Schweiz auf einem bewilligten Konto spielt, spielt nach Schweizer Bedingungen; hier spielt man nach den Bedingungen des Anbieters.

Ein Quotenvergleich ist bei einem Anbieter dieser Gruppe nur so gut wie seine Auszahlungsseite. Wer den Anschrieb liest und die Auszahlungsregeln nicht, liest die halbe Offerte.

Fazit für dieses Konto: Kein Schweizer Weg, kein Schweizer Anspruch — der Anschrieb bleibt ein Anschrieb.

Betify: ohne Schweizer Bewilligung

Betify ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. In der Schweiz gilt: kein Rechtsschutz, kein Sperrregister, Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS-Sperre blockiert werden. Wer eine solche Seite nutzt, nutzt sie nach deren Regeln.

Der Nutzen im Vergleich liegt darin, die Bandbreite der Quotenanschriebe zu sehen. Der Schaden liegt darin, diese Bandbreite mit einer Garantie zu verwechseln.

Fazit für dieses Konto: Für einen Blick auf die Bandbreite der Anschriebe genügt es, für einen Kontoentscheid nicht.

1Bet: ohne Schweizer Bewilligung

Auch 1Bet führt keine Schweizer Bewilligung. Nur die beiden bewilligten Veranstalter dürfen das Grossspiel Sportwette organisieren; eine ausländische Bewilligung wirkt in der Schweiz nicht. Kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Aufnahme in die Gespa-Sperrliste.

Bei solchen Marken ist die Differenz zwischen Anschrieb und Auszahlung die eigentliche Prüfgrösse. Sie lässt sich nur vorher lesen — in den Auszahlungsbedingungen.

Fazit für dieses Konto: Der Anschrieb ist schnell gelesen, die Auszahlungsregeln entscheiden.

Rollbit: ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit gehört zu den ausländischen Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Die Folgen sind die bekannten: keine Einbindung in das schweizerische Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko. In der Schweiz gibt es kein Instrument, mit dem Banken oder Kartengesellschaften Zahlungen an solche Anbieter sperren.

Erwähnenswert ist Rollbit hier nur, weil bei dieser Gruppe gern mit hohen Quoten und schnellen Auszahlungen geworben wird. Beides lässt sich ohne Schweizer Rechtsweg schlecht nachfassen.

Fazit für dieses Konto: Ein Quotenanschrieb ohne Schweizer Anspruch bleibt ein Versprechen auf Zeit.

Unibet: ohne Schweizer Bewilligung

Unibet ist als internationale Marke bekannt und in der Schweiz trotzdem ohne Bewilligung. Die Bewilligung, mit der sie in anderen Märkten arbeitet, hat hier keine Wirkung. Kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko — und bei Winnings aus ausländischen Grossspielen kann die kantonale Steuerpraxis greifen, wie sie im Thurgau gehandhabt wird.

Bekanntheit ist kein Ersatz für eine Bewilligung. Das ist kein Vorwurf an den Anbieter, sondern eine Aussage über die Rechtslage in der Schweiz.

Fazit für dieses Konto: Eine vertraute Marke, aber kein Schweizer Anspruch — der Unterschied zählt beim Auszahlen.

1xBet: ohne Schweizer Bewilligung

1xBet steht für die Gruppe der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die Schweiz kennt nur die beiden bewilligten Veranstalter; alles Weitere läuft nach den Regeln des Anbieters. Kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg, Sperrlisten-Risiko.

Wer die Bandbreite der Quotenanschriebe verstehen will, kann solche Angebote lesen. Wer sein Geld dort liegen lässt, sollte wissen, wohin er sich mit einer Beschwerde wenden kann — die Antwort lautet in der Schweiz: nirgendwohin.

Fazit für dieses Konto: Der Vergleichswert liegt in der Zahl, der Kontowert nicht.

Die beiden Gruppen in der Übersicht

Der ganze Vergleich lässt sich auf einen Blick ordnen. Entscheidend ist die erste Spalte: Sie sortiert nicht nach Sympathie, sondern danach, ob überhaupt eine Bewilligung nach Schweizer Recht besteht. Alles Weitere ist Detailarbeit an einem Produkt, das seinerseits nur innerhalb eines klaren gesetzlichen Rahmens arbeiten darf.

Veranstalter Schweizer Bewilligung Organisation
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, gestützt auf die IKV vom 20. Mai 2019
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht Gespa Loterie Romande, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung
Betify ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung
1Bet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung
Unibet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung
1xBet ohne Schweizer Bewilligung Bewilligung im Ausland nicht ausgewiesen; nach Schweizer Recht ohne Wirkung

Die zweite Spalte ist keine Formalität, sondern der grösste Einzelunterschied, den dieser Vergleich liefern kann. Alles andere — Limiten, Auszahlungswege, Zusatzangebote — hängt daran, ob ein Schweizer Bewilligungsrahmen dahintersteht oder nicht. Ein Anbieter mit Bewilligung arbeitet unter Aufsicht; ein Anbieter ohne arbeitet unter seinen eigenen Regeln, und diese Regeln kann in der Schweiz niemand durchsetzen.

Was aus der Übersicht nicht hervorgeht und trotzdem für die Entscheidung zählt: Die beiden Bewilligungsträger teilen den Markt geografisch auf. Zählte man die Spalte der Zugänglichkeit hinzu, stünde bei Sporttip ein deutschschweizerisches plus Tessin und Liechtenstein, bei Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone, und bei allen acht übrigen ein Fragezeichen, das sich nicht mit Schweizer Recht beantworten lässt.

Woran ein Quotenvergleich in der Schweiz seine Grenze findet

Ein Leser, der diesen Text bis hier gelesen hat, hat eine ungewöhnliche Antwort bekommen. Auf die Frage nach den besten Quoten gibt es in der Schweiz zwei Adressen, und die Antwort hängt davon ab, wo man wohnt. Wer in Zürich wohnt, vergleicht in der Praxis Sporttip mit sich selbst. Wer in Lausanne wohnt, vergleicht Jouez Sport mit sich selbst. Die acht übrigen Marken sind Vergleichspunkte, keine Optionen mit Schweizer Schutz.

Und selbst innerhalb dieser Grenze bleibt der Vergleich ein Näherungswert. Eine Quote ist ein Momentpreis, kein Dauerzustand. Die Marge liegt in einer Bandbreite, die von Markt zu Markt und Sportart zu Sportart schwankt — grob zwischen 3 und 8 Prozent des Einsatzes, enger bei grossen Ligen, breiter in Nischen. Wer ein einzelnes Spiel zum Massstab macht, macht die Bandbreite zum Vorurteil.

Für den Alltag ist eine andere Grösse wichtiger als der Sieger eines Quotenvergleichs: die Gewissheit, dass eine Auszahlung ankommt. Bei den bewilligten Veranstaltern gibt es diesen Anspruch samt Schweizer Rechtsweg. Bei allen anderen gibt es ihn nicht. Der Vorteil von ein paar Prozentpunkten auf dem Anschrieb ist dagegen eine Wette, die man zusätzlich abschliesst — und zwar darauf, dass sich niemand querstellt.

Ein Quotenvergleich lohnt sich also, aber nicht als Suche nach dem höchsten Anschrieb. Er lohnt sich als Werkzeug: um zu erkennen, wie viel der Veranstalter von jedem Franken behält, um zu sehen, wie unterschiedlich derselbe Sachverhalt eingepreist wird, und um zu wissen, wann ein Preis nur auf dem Bildschirm besser ist. Das ist weniger, als die Werbung verspricht. Es ist auch mehr, als die Werbung erzählt.

Häufige Fragen zu Quoten und zum Vergleich der Anbieter

Welcher Anbieter hat die besten Quoten, und warum ist der Vergleich in der Schweiz auf die bewilligten Veranstalter begrenzt?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten. Ausländische Marken können höhere Quoten anschreiben, aber eine dort erworbene Bewilligung wirkt hier nicht. Wer vergleicht, vergleicht deshalb entweder zwei bewilligte Produkte oder er vergleicht ein bewilligtes Produkt mit einem Angebot ohne Schweizer Rechtsschutz.

Was bedeutet eine Quote, und wie liest man daraus die implizite Wahrscheinlichkeit?

Eine Quote ist der Faktor, mit dem der Einsatz multipliziert wird. Eine Quote von 1.90 ergibt aus CHF 10 bei richtiger Voraussage CHF 19 zurück. Die implizite Wahrscheinlichkeit ist 1 geteilt durch die Quote, hier rund 52,6 Prozent. Summiert man diese Werte über alle Ausgänge eines Marktes, liegt die Summe über 100 Prozent — die Differenz ist die Marge des Anbieters.

Wie entstehen Quoten, und welche Marge steckt darin?

Quoten entstehen aus der Einschätzung des Veranstalters und werden so angeschrieben, dass die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten über alle Ausgänge mehr als 100 Prozent ergibt. Bei einem illustrativen Markt mit 1.90 auf beide Seiten bleibt eine Marge von rund 5 Prozent des Einsatzes. In der Praxis liegt sie je nach Markt und Sportart grob zwischen 3 und 8 Prozent.

Wie wird der Gewinn berechnet, und wie entsteht die Gesamtquote einer Kombination?

Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten: Aus 1.90, 2.10 und 1.75 entsteht eine deutlich höhere Zahl — und ein höheres Risiko, weil ein einziger Fehlgriff den ganzen Wettschein kippt. Bei Sporttip wird der Betrag auf zwei Nachkommastellen auf- und dann auf 5 Rappen abgerundet.

Welche Wettarten und Sportarten erlaubt die Gespa-Liste, und warum unterscheiden sich Quoten je nach Markt?

Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026. Es lassen sich nur Sportereignisse belegen; Esports tauchen darin nicht auf, Corner- und Kartenmärkte ebenso wenig, und Länderspiele mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Quoten unterscheiden sich, weil die Marge in schmalen Märkten breiter ausfällt als in grossen Fussballligen.

Was ist bei ausländischen Seiten mit höheren Quoten zu beachten?

Diese Seiten haben keine Schweizer Bewilligung, wirken nicht auf das schweizerische Sperrregister und bieten keinen Schweizer Rechtsweg. Ihre Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS-Sperre blockiert werden. Werbung für solche Angebote ist in der Schweiz verboten. Gewinne sind zudem kantonal steuerlich nicht in jedem Kanton gleich behandelt.

Inhalt erstellt vom Team «wettenlegalch»