Online Snooker wetten in der Schweiz – was der Spass wirklich kostet
Ladevorgang...
Wer in der Schweiz auf Snooker wetten will, hat genau zwei Adressen zur Auswahl, und beide gehören dem Gemeinwesen. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Das ist kein Zufall der Marktentwicklung, sondern die Summe des eidgenössischen Geldspielrechts: Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.
Für den Leser heisst das eine unbequeme Reihenfolge im Kopf. Man sucht nicht den Buchmacher mit dem grössten Snooker-Angebot, sondern man prüft zuerst, ob man überhaupt bei einem der beiden ein Konto eröffnen darf. Wer in Zürich wohnt, kommt bei Sporttip hinein und bei Jouez Sport nicht. Wer in Genf wohnt, kommt bei Jouez Sport hinein und bei Sporttip nicht. Die Snooker-WM im Crucible Theatre schaut man also je nach Wohnkanton bei einem anderen Anbieter an, oder bei gar keinem.
Datenstand: Oktober 29, 2026. Bewilligungen und Veranstalterangaben abgeglichen mit der Gespa-Aufsicht und dem Geldspielgesetz; Quoten und Limiten nach den veröffentlichten Spielregeln der beiden Veranstalterinnen.
Was Snooker als Wettsport auszeichnet
Ein Spiel mit klaren Zahlen und wenig Zufall
Snooker ist im Wettprogramm der ruhige Verwandte des Billards, und genau diese Ruhe macht ihn für Wetten interessant. Auf dem Tisch liegen 22 Kugeln: der weisse Spielball, 15 rote und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze. Jede Kugel hat ihren festen Wert. Rot zählt 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7. Ein maximales Break bringt 147 Punkte.

Wer diese Wertung kennt, liest ein laufendes Match anders als ein Gelegenheitszuschauer. Ein Spieler, der nach den roten Kugeln zurückliegt, braucht nicht nur gute Stösse, sondern die hohen Farben. Bei Punktegleichstand am Frame-Ende wird die schwarze Kugel erneut aufgelegt, der nächste Punktgewinn entscheidet. Das sind die Momente, in denen Live-Quoten atmen, und sie sind der Grund, warum Snooker mehr ist als ein Nischenprodukt im Wettschein.
Die Sportart selbst ist alt und organisiert. Die World Professional Billiards & Snooker Association wurde 1968 gegründet, ihre kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour. Der Spielbetrieb läuft über Frames. Profiturniere werden meist im Best-of-Modus gespielt, also über eine feste Zahl von Frames, und auf 12-Fuss-Tischen mit einem Aussenmass von etwa 366 × 183 Zentimetern.
Snooker in der Schweizer Wettlandschaft
Ein Blick auf die Grössenordnung, in der sich Sportwetten hierzulande bewegen: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und die Sporthilfe unterstützt. Aus den Sportwetten stammten davon CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr.
Snooker ist darin ein kleiner Posten, sehr wahrscheinlich ein sehr kleiner. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern der Kern des Kostenarguments dieser Seite. Ein Angebot, das wenig gespielt wird, kann ein Veranstalter nur mit einem breiten Programm und über Standardwetten bedienen. Wer ein Snooker-Spezialangebot mit Rahmenwetten, Century-Break-Märkten oder Handicaps über einzelne Frames sucht, wird in der Schweiz nicht fündig, ganz unabhängig davon, wie viel er einsetzen möchte. Der Markt ist nicht desinteressiert, er ist schlicht geschlossen.
Und wer sich trotzdem umschaut: In den vergangenen Jahren hat sich Snooker auf den internationalen Turnierkalender ausgeweitet, die Triple Crown aus Snookerweltmeisterschaft, UK Championship und Masters hat ihr Publikum auch in Kontinentaleuropa. Die Nachfrage ist da. Das Angebot ist durch die Bewilligungsordnung begrenzt.
Die Rechtslage: nur was die Gespa-Liste kennt
Zwei Veranstalterinnen, und dann ist Schluss
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Nicht von der ESBK, die nur die Casinos kontrolliert. Das ist ein Punkt, an dem viele gut gemeinte Erklärungen im Netz danebenliegen.

Eine Bewilligung braucht zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel. Sie gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt, also gibt es keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt. Die Gespa veröffentlicht in diesem Bereich nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, nennt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende.
Für den Kostenvergleich ist die wichtigste Zahl dieser Slots die Zahl zwei. Keine Konkurrenz, kein Preiskampf um Quoten, keine Willkommensschlacht. Wer eine Marge senken will, muss einen Grund haben, und in einem geschlossenen Markt gibt es den Grund nicht.
Was überhaupt gewettet werden darf
Sporttip ist kein Freibrief für alles, was auf einem Tisch passiert. Erlaubt sind nur Sportwetten; auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen lässt sich nicht setzen. Das zulässige Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten in der Fassung vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS.
Die Details dieser Liste sind streng und lesenswert. Qualifikationsrunden stehen nur darin, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Frauenwettkämpfe ebenso. Ranking-Wetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettkampf oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, eine Esport-Sektion fehlt ebenfalls; Esport erscheint schlicht nicht in der Liste. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind gesperrt.
Für Snooker heisst das: Es wird gewettet, was die Liste hergibt, und der Veranstalter entscheidet nicht frei, wie weit er das Angebot ausbaut. Ein Buchmacher mit Sitz in Curaçao darf 40 Snooker-Märkte anbieten. Er darf es nur nicht gegenüber Schweizer Spielenden, beziehungsweise: er tut es, und niemand in der Schweiz hat ihn darum gebeten.
Ein Satz zu den virtuellen Sportarten, weil er oft falsch ergänzt wird: Ihre Zulässigkeit ist nicht geregelt, darüber steht hier nichts.
Ausland ohne Schweizer Bewilligung
Die zehn Buchmacher im Abschnitt ‚Der Vergleich: Bewilligungsstatus und was dahintersteht‘ teilen sich in zwei Gruppen, und die Trennung ist nicht kosmetisch. Swisslos und Loterie Romande haben eine Sportwetten-Bewilligung für ein Grossspiel. Die acht anderen haben keine Schweizer Bewilligung, egal welche Lizenz sie für sich reklamieren. Eine ausländische Lizenz, sei es aus Curaçao, Malta, Deutschland oder sonst einem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung.
Wer als Anbieter ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Die Spielenden selbst werden nicht bestraft. Das ist die gute Nachricht und die einzige.
Die schlechte Nachricht hat drei Teile und sie kostet echte Substanz: kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsschutz, und Einsätze wie Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Dazu kann die Gespa die Domains solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS umsetzen. Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Blockierte Domains werden binnen Stunden ersetzt, dieses Domain-Hopping nennt die Gespa selbst. Auf der Sperrliste standen unter anderem Interwetten, Bet-at-Home und bet365.
Schönfärberei hilft hier niemandem, in beide Richtungen nicht. Der bewilligte Schweizer Weg bedeutet vollen Spielerschutz und einen kleinen, geschlossenen Markt mit Wohnsitzbedingung und Identitätsprüfung. Der ausländische Weg bedeutet ein grösseres Programm und keinen dieser Schutzmechanismen. Keiner von beiden ist automatisch die sichere Wahl.
Der Blick auf den Kontostand: Auszahlung nur auf das eigene Konto
Ein Mechanismus, der bei ausländischen Anbietern gern grosszügig gehandhabt wird und in der Schweiz gar nicht existiert: Auszahlungen auf ein fremdes Konto oder in eine Kryptowährung. Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto lauten ausbezahlt, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme und Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettmarkt nicht. Kredite an Spielende sind verboten.
Ob ein Anbieter eine bestimmte Zahlungsmarke akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Was hierzulande nicht existiert, ist ein Zahlungsblockierungs-Werkzeug gegen unerlaubte Wettseiten. Banken und Kartenschemes sperren solche Zahlungen nicht. Wer das Gegenteil liest, liest eine Werbebehauptung.
Spielerschutz: was der Gesetzgeber dem Spielenden überlässt
Limiten, die man selbst setzen muss
In der Schweiz setzt der Staat dem einzelnen Spielenden keine feste Einzahlungsgrenze. Er verpflichtet die Veranstalterin, von ihren Kundinnen und Kunden Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste zu verlangen. Die Grenze zieht also der Spielende selbst, und das ist der Punkt, an dem die Verantwortung kippt: Wer seine Limite zu hoch ansetzt, hat sie korrekt gesetzt.
Bei Swisslos sieht das konkret so aus. Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und CHF 1’000 für Personen unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Das Gesetz verlangt für die Erhöhung 24 Stunden; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Diese drei Tage sind wertvoller, als sie klingen. Es ist die Frist, in der der schlechte Abend verfliesst, bevor er sich in höheren Einsätzen fortsetzen kann.
Sperren, Pausen und das Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, eine Aufhebung vor Fristablauf gibt es nicht. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das Register ist der eigentliche Wert des bewilligten Systems, und es ist zugleich der Grund, warum ein ausländischer Anbieter strukturell nicht mithalten kann. Er ist nicht daran angeschlossen. Eine Sperre, die man für sich selbst ausspricht, hat dort keine Wirkung.
Das Gesetz regelt ausserdem die Überschuldungs- und Suchtgefährdung: Solche Personen sind von der Teilnahme ausgeschlossen, eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und dabei ist eine Fachstelle beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Ein nüchterner Befund zum Kontrollniveau, weil die Runde gern mit dem Hinweis auf die Verkaufsstelle endet: Gespa-Testkäufe 2025 ergaben, dass an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft wurde. Der Schutz am Schalter ist nicht streng, und es lohnt nicht, so zu tun, als wäre er es.
Mindestalter, ein Konto, ein Name
Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Online braucht es ein einziges Konto pro Person mit geprüfter Identität. Bei Swisslos heisst das konkret: mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre, und nur eine Registrierung pro Person. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Das ist die Selbstverständlichkeit, die trotzdem im Regelwerk steht.
Wettarten und Quoten: wo die Marge sitzt
Wie eine Snooker-Quote entsteht
Eine Quote ist kein Angebot, sie ist ein Preis mit einem eingebauten Abschlag. Der Veranstalter schätzt die Wahrscheinlichkeiten eines Marktes, addiert seinen Anteil darauf und schreibt die Zahl hin, die übrig bleibt. Beim Snooker ist diese Einschätzung vergleichsweise gut machbar, weil die Formkurve eines Spielers sichtbar ist und ein Frame nicht von einem Schiedsrichterpfiff abhängt.
Ausbezahlt wird auf zwei Arten, und der Unterschied betrifft die Rechnung, nicht die Wahrscheinlichkeit. Eine Einzelwette hat eine Quote. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten ihrer Voraussagen, die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Ein Beispiel mit runden Zahlen, weil es die Mechanik zeigt und nicht einen Preis: Wer CHF 20 auf eine Quote von 2.10 setzt, bekommt bei einem Treffer CHF 42 zurück, davon CHF 22 netto. Was diese Wette wert ist, hängt an der Frage, wie oft sie trifft. Die Quote ist die Meinung des Anbieters darüber, nichts mehr.
Die Marge, vorgerechnet an einem illustrativen Markt
Nehmen wir einen Markt, den es in dieser Reinform bei keinem Anbieter gibt: ein Zwei-Wege-Markt mit den Quoten 1.90 und 1.90, etwa ein Frame-Sieger in einem Match, in dem beide Spieler gleich eingeschätzt werden. Das ist eine illustrative Quote, kein notierter Preis.
Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten, also 1 durch (1/1.90 + 1/1.90). Der Kehrwert von 1.90 beträgt rund 0.5263, zweimal ergibt 1.0526, und 1 geteilt durch 1.0526 ergibt rund 0.9500. Die Auszahlungsquote liegt damit bei etwa 95,0 %, und die Marge ist der Rest: rund 5,0 %.
Das ist eine Spanne, keine feste Grösse, und sie hängt an zwei Bedingungen, die der Leser kennen soll. Erstens ist 1.90 je Seite eine glatte Zahl; je weiter die Quoten auseinanderliegen und je kleiner die Favoritenquote wird, desto mehr darf der Abschlag wachsen, und bei dünn bespielten Snooker-Märkten ist er in der Regel oben am Rand der Spanne angelangt, nicht unten. Zweitens gilt die Rechnung nur für einen Markt mit tatsächlich zwei Ausgängen; ein Markt mit drei oder mehr Ausgängen verändert die Summe, nicht das Prinzip.
Was das in Franken bedeutet: Bei einer Marge um 5 % fliesst von jedem CHF 100, die in diesen Markt gehen, im statistischen Mittel etwa CHF 95 als Auszahlung zurück, und rund CHF 5 bleiben beim Veranstalter. Nicht pro Wette, sondern über viele Wetten. Der Abschlag steht in jeder einzelnen Quote, auch in der, die gewinnt.
Und hier wird es für die Snooker-Frage unangenehm. Wo die Margen eines einzelnen Marktes herkommen, ist eine Frage des Wettbewerbsdrucks, und im bewilligten Schweizer Markt gibt es diesen Druck auf Snooker-Märkte praktisch nicht: zwei Anbieter, ein geschlossenes Wettprogramm, getrennte Einzugsgebiete ohne Überschneidung beim Kunden. Der Abschlag muss nicht knapp sein, damit sich der Markt trägt.
Wettscheine, Systemwetten und Quotenboosts
Für den Snooker-Alltag reichen zwei Formen: die Einzelwette auf einen Match- oder Frame-Sieger und die Kombiwette über mehrere Matches eines Turniertags. Im Wettschein steht die Gesamtquote; bei einer Systemwette wird daraus ein Satz von Kombinationen, und der Höchsteinsatz dafür liegt bei Sporttip bei CHF 10’000 gegenüber CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette.
Quotenboosts und Profitboosts gibt es, und ihre Bedingungen sind der eigentliche Inhalt. Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz wie Erhöhung limitiert. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt den Boost verfallen. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote und staffelt sich auf den Nettogewinn: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.
Diese Staffelung liest sich grosszügig und ist eine Falle für Selbstüberschätzung. Fünfzehn Voraussagen mit je mindestens 1.50 Quote treffen nicht deshalb, weil der Prozentsatz hoch ist. Der Boost erhöht den Gewinn, wenn ohnehin alles stimmt, und er wiegt keinen einzigen zusätzlichen Fehlgriff auf.
Turniere und Spielplan: welche Snooker-Wetten auf dem Programm stehen
Die Triple Crown und der Turnierkalender
Der Snooker-Kalender hat ein klares Zentrum. Zur Triple Crown zählen die Snookerweltmeisterschaft, die UK Championship und das Masters. Wer auf Snooker setzt, setzt in der Regel auf diese drei plus die übrigen Ranglistenturniere der World Snooker Tour.
Die Weltmeisterschaft hat einen Ablauf, der sich über Jahrzehnte eingeschliffen hat. Die Endrunde findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt, und die Austragung dort ist vertraglich bis 2045 gesichert. In der Endrunde stehen 32 Spieler, inklusive Qualifikation sind es 144. Das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.
Für den Wetter sind das drei Informationen, die zusammengenommen mehr wert sind als jede Prognose. Erstens die Dauer: Ein WM-Finale über maximal 35 Frames erstreckt sich über zwei Tage, mit mehreren Sessions, und Live-Quoten bewegen sich zwischen den Sessions stärker als innerhalb einer. Zweitens die Länge der zweiten Turnierwoche, in der ein Halbfinale allein schon Best of 33 sein kann. Drittens das Feld von 144, aus dem 32 übrig bleiben. Der Qualifikationsweg bringt Spieler in die Endrunde, die dort bei keinem Buchmacher ein etabliertes Profil haben, und genau bei diesen Partien ist das Quotenniveau am dünnsten.
Was ein Best-of-Format für eine Wette ändert
Ein Match über Frames ist ein anderes Wettobjekt als ein Fussballspiel über 90 Minuten. Die reguläre Spielzeit einer Sporttip-Wette umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Was in dieser Logik für Fussball geschrieben ist, markiert den Unterschied, der im Snooker in der Best-of-Zahl steckt: Wer auf den Turniersieg setzt, wettet auf ein Ereignis, das je nach Runde eine andere Frames-Zahl hat.
Der Ausgang eines einzelnen Frames bleibt dabei klein und laut zugleich. Bei Punktgleichheit entscheidet die erneut aufgelegte schwarze Kugel. Das ist der Grund, warum Snooker-Livewetten in den letzten Minuten eines knappen Frames so unruhig sind und warum Live-Wetten, die auf einem solchen Moment beruhen, eine schlechtere Rechnung haben als ein Match-Ergebnis vor dem ersten Stoss. Wer live auf einen Frame setzt, zahlt den Abschlag zweimal: einmal in der Quote und einmal in der Tendenz, im entscheidenden Moment zuzugreifen statt vorher.
Wie Livewetten abgerechnet werden
Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Entscheidend ist der Zeitpunkt der Platzierung im Verhältnis zum tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs.
Zwei Regeln daraus sind für Snooker praktisch. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; der Einsatz kommt zurück, der Gewinn entfällt. In spielentscheidenden Situationen, das Regelwerk nennt Elfmeter, Rote Karte und Videoschiedsrichter-Entscheid, kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Übertragen auf einen Tisch, an dem die letzte schwarze Kugel noch liegt, heisst das: Wer zu spät klickt, gewinnt nicht auf Verdacht. Die Quote 1.00 ist die Nullnummer, nicht der Schutzengel.
Cash-Out ist kein gesetzliches Recht, sondern eine Funktion des jeweiligen Anbieters. Bei Sporttip gibt es ihn für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand des Sportereignisses ab und kann jederzeit geändert werden. Wer ihn als eiserne Versicherung liest, verwechselt ihn mit etwas, das er nicht ist.
Der Vergleich: Bewilligungsstatus und was dahintersteht
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel (BGS, SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| BillyBets | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
| 1Bet | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
| BetPanda | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
| Boomerang Bet | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
| Playzilla | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
| BetAlright | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
| BetFury | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
| FortuneJack | keine Schweizer Bewilligung | keine anerkannte Lizenz |
Die Tabelle legt eine Zweiteilung offen, die sich nicht durch Produktqualität erklären lässt. Zwei Anbieter haben eine Bewilligung, acht haben keine, und dazwischen liegt keine Abstufung, sondern eine Grenze. Es gibt für die acht keine anerkannte Lizenz, die in der Schweiz Wirkung hätte, unabhängig davon, welche Erlaubnis sie in ihrem Sitzland vorweisen. Die Bewilligungsspalte ist damit die einzige, die man vor allen anderen lesen muss. Alles, was ein Buchmacher an Märkten, Boni und Zahlungswegen bietet, ist zweitrangig gegenüber der Frage, ob ein Schweizer Gericht für ihn zuständig wäre.
Die Kriterien, nach denen die zehn Anbieter bewertet werden, sind für alle dieselben: das Wettangebot, das Quotenniveau, die Limiten und die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. Auf den letzten Punkt sei hier eigens verwiesen, weil er bei den beiden bewilligten Anbietern eine Kontogrenze ist und bei den übrigen eine offene Frage.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Swisslos Sporttip: die Bewilligung mit dem Wohnsitzfilter
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Die Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel nach dem BGS, beaufsichtigt von der Gespa, und sie gilt nur in der Schweiz.
Das Vertragsgebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Gebiet voraus, mindestens 18 Jahre, keine bestehende Spielsperre und eine einzige Registrierung pro Person. Die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis geprüft und gegen Adressdatenbanken abgeglichen.
Beim Einsatz gibt es klare Grenzen: CHF 1 Minimum für Einzel- und Kombinationswetten, CHF 1’000 Maximum für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Beweglichkeit ist der eigentliche Vorbehalt in der Zahl. Wer CHF 1’000 setzen will, kann das heute, und morgen kann dieselbe Wette abgelehnt werden, ohne dass jemand Rechenschaft schuldet.
Der Schutzapparat ist der vollständigste im Feld: Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Teilnahme, die Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000, eine Senkung sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden, dazu eine freiwillige Einzahlungslimite über 30 Tage und eine produktspezifische Selbstsperre von 1 bis 180 Tagen. Eine unbefristete Spielsperre landet im schweizweiten Register und wirkt bis in die Casinos hinein.
Das Urteil: Der Wohnsitzfilter ist die Schranke, an der sich alles entscheidet, und sie ist nicht verhandelbar. Wer im Vertragsgebiet wohnt, bekommt hier den einzigen Zugang mit Schweizer Sperrregister, Schweizer Rechtsschutz und Auszahlung ausschliesslich auf ein Konto im eigenen Namen. Wer knapp ausserhalb wohnt, bekommt gar nichts, und für den ist jeder Vergleich der Quoten mit Sporttip eine Rechnung ohne Adresse.
Loterie Romande Jouez Sport: dieselbe Bewilligung, die halbe Schweiz
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Bewilligungsrechtlich steht sie auf derselben Stufe wie Swisslos: Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung für ein Grossspiel, Aufsicht durch die Gespa, Geltung nur in der Schweiz.
Der Unterschied liegt allein im Einzugsgebiet. Ein Online-Konto ist für Personen mit Wohnsitz in einem der sechs Kantone zugänglich, und damit ist die Schnittmenge mit dem Sporttip-Gebiet leer. Die beiden Anbieter konkurrieren nicht um dieselben Kundinnen und Kunden, sie können es gar nicht.
Für die Kostenfrage ist das der entscheidende Punkt dieser Gruppe. Ein Duopol ohne Überlappung erzeugt keinen Wettbewerb, auch wenn zwei Namen auf dem Markt stehen. Wer in Genf wohnt, kann sein Sporttip-Konto nicht als Druckmittel gegen die Loterie Romande verwenden, und umgekehrt ebenso wenig. Der Vergleich der beiden reduziert sich auf die Frage, welche der zwei Bewilligungen für den eigenen Wohnort gilt.
Das Urteil: Zwei Anbieter mit identischem rechtlichem Status und getrennten Gebieten sind in der Sache ein Anbieter pro Bettendem. Das ist die Grenze, die der Spielerschutz mit sich bringt, und sie ist der Preis für das Register, den Rechtsschutz und die Kontenbindung.
BillyBets: ein ausländisches Programm ohne Schweizer Anschluss
BillyBets hat keine Schweizer Bewilligung. Das ist die vollständige Auskunft, die das Schweizer Recht über diesen Anbieter gibt: Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hierzulande Sportwetten anbieten, eine Lizenz aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine anerkannte Lizenz besteht nicht.
Was das praktisch bedeutet, lässt sich abschliessend aufzählen, weil es für alle acht Anbieter dieser Gruppe gilt. Kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, also keine Wirkung einer selbst ausgesprochenen Sperre. Kein Schweizer Rechtsschutz, also kein Gerichtsstand, an dem ein Streit über eine Wette ausgetragen würde. Und die Möglichkeit, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Dazu kann die Domain auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
Das Urteil: Die fehlende Bewilligung ist bei diesem Anbieter kein Formfehler, sondern das Produkt selbst, denn genau die fehlende Bewilligung ist der Grund, warum das Wettprogramm breiter sein kann als das der Schweizer Veranstalter.
1Bet: dünne Faktenlage, klare Rechtsfolge
1Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Wie alle Anbieter dieser Gruppe hat er keine anerkannte Lizenz; er ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
Über das konkrete Snooker-Programm dieses Anbieters steht hier nichts, und es wäre auch kein Vergleich, weil das den Gegenstand auf eine Seite ziehen würde, die für zwei Anbieter gilt und für diesen nicht. Wer die Wettscheine vergleichen will, muss sich auf der Seite selbst ein Bild machen, und er muss es mit dem Wissen tun, dass keine Schweizer Instanz die Richtigkeit dieses Programms prüft.
Das Urteil: Der Rechtsstatus dieses Anbieters ist eindeutig, sein Angebot ist dessen Folge, und wer dort wettet, tauscht ein breiteres Programm gegen jeden Mechanismus ein, der im Streitfall für ihn sprechen würde.
BetPanda: keine Registrierung im Schweizer System
BetPanda hat keine Schweizer Bewilligung. Wie alle Anbieter dieser Gruppe verfügt dieser über keine in der Schweiz anerkannte Lizenz, hat keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Der Mechanismus, der hier am meisten kostet, ist der fehlende Registeranschluss, und er kostet in beide Richtungen. Ein Spielender, der sich selbst sperren will, kann das gegenüber einer Schweizer Veranstalterin tun und die Wirkung ist schweizweit und bis in die Casinos hinein garantiert. Gegenüber einem Anbieter ohne Bewilligung wäre dieselbe Erklärung eine Mitteilung an dessen eigenen Kundendienst, mit dessen eigenen Bedingungen als Rahmen. Wer in einer schwierigen Phase ist, merkt den Unterschied sofort.
Das Urteil: Dieser Anbieter steht in der Tabelle neben BillyBets und 1Bet, und der Grund ist eine einzige Spalte. Solange das so ist, entscheidet nicht das Wettprogramm über die Wahl, sondern die Frage, ob es im Ernstfall jemanden gibt, der für den Spielenden zuständig ist.
Boomerang Bet: die Sperrliste als laufendes Risiko
Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Wie alle Anbieter dieser Gruppe verfügt dieser über keine in der Schweiz anerkannte Lizenz, hat keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz; Einsätze wie Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Ein Punkt, der bei dieser Gruppe gern übersehen wird: Die Aufnahme in die Sperrliste ist kein dauerhafter Zustand, sondern ein Vorgang, der sich wiederholen kann. Blockierte Domains werden nach Angaben der Gespa binnen Stunden durch neue ersetzt. Für den Spielenden heisst das, dass die Erreichbarkeit einer Seite nichts über ihren Status aussagt. Die blosse Tatsache, dass ein Angebot heute lädt, ist kein Beleg für irgendetwas.
Das Urteil: Wer einen Anbieter nach seiner Erreichbarkeit auswählt, wählt nach einem Kriterium, das sich von einem Tag auf den anderen ändern kann, und das mit jedem Domainwechsel neu zu bewerten ist.
Playzilla: Bewilligungsspalte entscheidet, nicht das Produkt
Playzilla hat keine Schweizer Bewilligung. Die Domain kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Die Bewertungskriterien dieser Seite sind für alle zehn Anbieter dieselben: Wettangebot, Quotenniveau, Limiten und Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen. Der letzte Punkt ist bei den bewilligten Anbietern eine gesetzliche Kontogrenze und bei den acht übrigen eine Frage, die der Anbieter nach eigenen Bedingungen beantwortet, mit dem eigenen Kundendienst als einziger Instanz. Unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage sagen hier nichts über das Produkt und alles über den Rechtsrahmen.
Das Urteil: Es gibt bei den acht Anbietern ohne Bewilligung nur eine Unterscheidung, die diesen Namen verdient, nämlich die, ob das Geschäft überhaupt in einem Rechtsraum mit Schweizer Rechtsschutz stattfindet. Bei Playzilla ist die Antwort nein.
BetAlright: wer die Wettenden schützt, wenn niemand sonst es tut
BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung.
Bei den Schweizer Veranstalterinnen ist der Spielerschutz eine Bewilligungsauflage mit Grenzwerten, Fristen und einem Register, das über die Kantonsgrenzen hinausreicht. Bei einem Anbieter ohne Bewilligung ist derselbe Schutz eine Hausregel. Das ist kein Zufall und keine Nachlässigkeit: Die Auflagen hängen an der Bewilligung, und ohne Bewilligung fällt der Grund für sie weg. Ein Bonus, eine Quote und eine Limite lassen sich unabhängig davon anbieten.
Das Urteil: Die Frage, wer im Streitfall für den Spielenden zuständig ist, hat bei diesem Anbieter dieselbe Antwort wie bei den anderen sieben, und sie ist der einzige Gesichtspunkt, der hier noch eine Entscheidung trägt.
BetFury: wo die Auszahlung endet
BetFury hat keine Schweizer Bewilligung.
Der Auszahlungsweg ist bei diesem Anbieter der Punkt, an dem die Bewilligungsfrage handfest wird. Im bewilligten Schweizer Markt lauten Gewinne und Guthaben ausschliesslich auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet, und anonyme wie Krypto-Auszahlungen existieren nicht. Eine Schweizer Bewilligung ist die Grenze, an der dieses Prinzip anfängt und aufhört. Wer wissen will, wohin sein Gewinn fliessen kann, findet die Antwort beim Anbieter selbst.
Das Urteil: Die Wahl zwischen den Gruppen ist keine Geschmacksfrage und keine des Programms. Sie ist die Wahl zwischen einem Rahmen mit Kontenbindung und einem ohne, und bei BetFury fällt sie in die zweite Gruppe.
FortuneJack: derselbe Status, dieselben Folgen
FortuneJack hat keine Schweizer Bewilligung. Dieser Anbieter verfügt über keine in der Schweiz anerkannte Lizenz, hat keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsschutz. Eine Blockierung durch die Gespa ist jederzeit möglich.
Damit schliesst sich die Gruppe der acht. Ein geringfügiger Trost, der sachlich dazugehört: Die Spielenden selbst machen sich nach der Einschätzung des Bundesamts für Justiz nicht strafbar, wenn sie bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wetten. Was bleibt, sind die Folgen für den Einsatz, die Sperrliste als wechselndes Hindernis und das Steuerthema, das im Abschnitt zu den Gewinnen steht.
Eine steuerliche Einzelheit gehört an dieser Stelle als Randnotiz dazu, weil sie nur den Auslandskauf betrifft: Gewinne bei ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis etwa im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Für allgemeine Steuerfragen ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die zuständige Stelle.
Das Urteil: Am Ende dieser Gruppe steht kein Produkturteil, sondern eine Kostenfrage. Wer das breitere Programm mehrerer ausländischer Anbieter in Betracht zieht, sollte die drei offenen Posten kennen: Rechtsschutz, Sperrregister und Steuerbehandlung, und keiner davon ist beim Anbieter selbst zu klären.
Was eine Wette auf den Turniersieg zurückzahlt
Ein Rechenbeispiel mit Einsatz und Quote, weil es der Kern der Frage ist, was ein Gewinn wert ist. Wer CHF 50 auf eine Siegerquote von 4.60 setzt, bekommt bei einem Treffer CHF 230 zurück, also CHF 180 netto. Bei einer Kombination über zwei Voraussagen mit 2.10 und 1.90 beträgt die Gesamtquote 3.99, und aus CHF 50 werden im Trefferfall CHF 199.50, davon CHF 149.50 netto. Die Gesamtquote ist dabei das Produkt der Einzelquoten, hier 2.10 mal 1.90.
Die Gegenrechnung gehört dazu. Aus derselben Quote von 4.60 lässt sich eine implizite Wahrscheinlichkeit ableiten, nämlich 1 geteilt durch 4.60, also rund 21.7 %. Die Faustregel lautet: Eine Quote von 2.00 entspricht einer eingepreisten Wahrscheinlichkeit von 50 %. Das ist die Einschätzung des Anbieters vor Abzug der Marge und keine Vorhersage. Wer für einen Aussenseiter auf 8.00 setzt, kauft die Meinung, dass er in etwa jeder zwölften Ausführung gewinnt.
Diese Zahl ist der eigentliche Preisvergleich im Snooker. Zwei Anbieter mit unterschiedlicher Marge auf denselben Markt schreiben unterschiedliche Quoten für dasselbe Ereignis, und der Unterschied ist das, was der Spielende zahlt, ohne es auf dem Wettschein zu sehen. Bei dünn bespielten Märkten wächst er.
FAQ
Wo darf in der Schweiz legal auf Snooker gewettet werden?
Nur bei den zwei bewilligten Veranstalterinnen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung für ein Grossspiel und stehen unter Aufsicht der Gespa. Ein Online-Konto erhält nur, wer im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt.
Steht Snooker auf der Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten?
Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettkämpfe und Wettarten, Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden und Frauenwettkämpfe stehen nur darin, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Ranking-Wetten nur bei entscheidender Wirkung für Teilnahme oder Podest. Esport fehlt in der Liste. Was nicht aufgeführt ist, darf nicht angeboten werden.
Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und was kostet sie die Auszahlung?
Bei einem illustrativen Zwei-Wege-Markt mit 1.90 auf beiden Seiten liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %. Die Marge ist der Rest, also rund 5 %. Das ist eine Spanne mit Bedingung: Je ungleicher die Quoten und je dünner der Markt, desto mehr darf der Abschlag wachsen. Von CHF 100 im Markt fliessen im Mittel etwa CHF 95 zurück.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal der Gesamtquote aus dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. CHF 50 auf 4.60 ergeben CHF 230 brutto und CHF 180 netto; die Quote bleibt eine Einschätzung, keine Zusage.
Wie werden Livewetten auf einzelne Frames abgerechnet?
Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Einsatz kommt dann zurück, ein Gewinn entsteht nicht.
Wie werden Gewinne ausländischer Anbieter steuerlich behandelt?
Sie unterliegen nicht der Verrechnungssteuer, weil diese nur bei Schweizer Grossspielen greift. Die kantonale Praxis fällt unterschiedlich aus: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als vollständig steuerbares Einkommen. Für den eigenen Kanton gibt die kantonale Steuerverwaltung Auskunft.
Sportarten – wettenlegalch
Inhalt erstellt vom Team «wettenlegalch»
