Tischtennis-Wetten in der Schweiz gibt es nur bei zwei Veranstaltern – und beide verlangen Ihren Wohnsitz
Ladevorgang...
Stand: Oktober 29, 2026. Die Angaben zu Bewilligungen und Aufsicht wurden gegen die Informationen der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht, und die veröffentlichten Spielregeln der beiden Veranstalter geprüft.
Ein Tischtennissatz kann vorbei sein, bevor der Stream den ersten Ballwechsel gezeigt hat. Elf Punkte, zwei Punkte Vorsprung, und der Satz ist durch – bei einem Punktspiel über drei Gewinnsätze ist eine Partie damit in gut zwanzig Minuten entschieden. Wer auf diese Sportart wettet, wettet auf ein Ereignis, das schneller zu Ende geht als jeder Fussballabend.
Der Schweizer Markt für solche Wetten hat genau zwei Türen, und beide haben einen Namensschildhalter mit Kantonsgrenzen daran: Swisslos mit dem Produkt Sporttip, die Loterie Romande mit Jouez Sport. Tischtennis ist in der Schweiz nicht verboten. Es ist nur so geregelt, dass ein Konto bei einem der beiden Veranstalter voraussetzt, dass Sie in dessen Gebiet wohnen.
Und damit zu dem Punkt, an dem diese Seite sich von einem Werbeprospekt verabschiedet. Was Sie hier bekommen, ist keine Liste von Angeboten, sondern eine Rechnung: Einsatz, Quote, Marge, Limite, Schwankungsbreite. Tischtennis ist für den Buchhalter auf der anderen Seite des Wettscheins ein besonders bequemes Produkt. Kein Mittelwert über fünf Millionen Ballwechsel wie im Fussball, sondern Sätze, die kippen, sobald ein Aufschlag schlecht ankommt. Was das für Ihre Quote bedeutet, steht in keinem Willkommensbanner.
Wie Tischtennis-Wetten funktionieren: kurze Ereignisse, schnelle Quoten, teure Reflexe
Das Spiel selbst gibt den Takt vor, und dieser Takt ist die wichtigste Information dieser Sportart für jeden, der Geld darauf setzt. Ein Satz endet, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens 2 Punkten Vorsprung führt; bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler 2 Punkte Vorsprung hat. Ein Punktspiel wird im Modus Best of five gespielt, also drei Gewinnsätze, bei grossen Turnieren im Modus Best of seven, also vier Gewinnsätze. Der Aufschlag wechselt nach jeweils 2 Punkten, bei 10:10 nach jedem Punkt, und im letzten Satz werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler 5 Punkte erreicht hat. Das alles klingt nach Regelkunde, und ist es auch – bis man begreift, dass diese Regeln die Zeit bestimmen, in der eine Livequote überhaupt lebt.

Was auf dem Wettschein landet: der Wettbonus und der Einzelmarkt
Wetten auf Tischtennis kennt man in der Schweiz in zwei Geschmacksrichtungen. Auf der einen Seite steht der Einzelmarkt – ein Spiel, eine Voraussage, ein Einsatz. Auf der anderen die Kombination, die auf den Schweizer Wettscheinen eine Sonderbehandlung erfährt, weil die heimischen Terminologie sie zum Kaufanreiz ausbaut: Bei Sporttip erhöht der Kombiboost den Nettogewinn, allerdings nur online, für Prematch-, Live- und Systemwetten, und erst ab mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Fünf Prozent kommen bei vier Voraussagen dazu, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind dabei limitiert. Wer das liest und sofort Losungen zusammensucht, hat genau die Mechanik verstanden, die man ihm anbietet.
Die andere Mechanik heisst Quotenboost. Bei Sporttip gilt er nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, jeder Wettende kann ihn einmal nutzen, und die Erhöhung ist betragsbegrenzt. Ein Profitboost dagegen hebt den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beides verfällt, wenn Sie während der Laufzeit ein Cash-Out vornehmen. Man kann das Zufall nennen. Man kann es auch so lesen, dass jemand, der den Gewinn vorzeitig sichern will, die Erhöhung zurückgeben soll.
Der Tischtennisball selbst ist dabei erstaunlich egal. Er hat 40 mm Durchmesser, wiegt 2,7 g, und seit dem 1. Januar 2018 werden nur noch Kunststoffbälle produziert, nachdem die ITTF den Plastikball 2014 beschlossen hatte. Die ITTF, der Weltverband, wurde 1926 in Berlin gegründet. Das sind Zahlen für die Vitrine, nicht für die Voraussage. Wetten dagegen kann man nicht auf ein Klima, eine Wahl oder eine Fernsehsendung – erlaubt sind ausschliesslich Sportwetten, und auch die nur, wenn das Wettangebot sie führt.
Quoten, die sich schneller bewegen als der Ball
Eine Livequote ist keine Zahl, die auf ihre Einlösung wartet. Sie ist eine Momentaufnahme, und im Tischtennis ist der Moment kürzer als in jeder anderen populären Sportart. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, doch wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert, zählt mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – man denke an einen Time-Out, an einen Videobeweis oder an die letzten beiden Ballwechsel eines Entscheidungssatzes – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Der Unterschied zwischen «gerade noch 2.10» und «ungültig» ist hier nicht grosszügig gerechnet.
Die alte Zählweise bis 21 Punkte, mit Aufschlagwechsel nach 5 Punkten, wurde 2001 abgeschafft. Für den Wettenden ist das kein historisches Detail. Kürzere Sätze, mehr Aufschlagwechsel pro Satz, mehr Gelegenheiten für einen einzelnen Punkt, das Spiel zu drehen – die Reform hat die Sportart volatiler gemacht, und Volatilität ist der Rohstoff, aus dem die Buchmacher ihre Livequoten bauen.
Was rechnen muss, wer Tischtennis live wettet: die Marge, die in jeder Quote steckt
Jede Quote enthält bereits den Anteil, den der Veranstalter für sich behält. Man kann ihn ausrechnen, und es lohnt sich, weil er die Grösse ist, die aus einer «fairen» Voraussage eine Wette macht. Nehmen wir eine illustrative Zweiwegemarke mit 1.90 auf beiden Seiten – ein Rechenbeispiel, keine hier zitierte Marktquote.
2026 geht es nicht ohne Rechnung.
Die Auszahlungsquote dieses Marktes beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), was 0.95 entspricht; die Marge ist 1 minus 0.95, also 5 %. Der Konvention halber: 95 % des Gesamteinsatzes fliesst an die Wettenden zurück, 5 % bleiben beim Veranstalter. Zwei als gesetzt angenommene Seiten und dieselbe Quote bedeuten, dass diese 5 % unabhängig davon anfallen, welche Seite gewinnt. Die Marge ist kein Preis für eine Dienstleistung, den man umgehen kann, indem man sorgfältig tippt. Sie ist die Grundgebühr, und kluges Tippen verändert nur, wie viel Einsatz Sie durch sie hindurchschicken.
Zwei Zahlen in der Schweiz schränken ein, was Sie überhaupt durchschicken können. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Obergrenze klingt grosszügig, bis man bedenkt, dass die Limite auch nach unten wirkt: Wer die Marge klein halten will, arbeitet mit grösseren Einsätzen auf engere Margenmärkte – und stösst dann an sie.
Ein Ball, der achtzig Prozent seines Weges schon zurückgelegt hat
Noch etwas macht Tischtennis für den Buchhalter billig und für den Wettenden teuer: Zwischen 80 und 90 % eines Ballwechsels – so die Zählung, die in dieser Sportart zirkuliert – fallen auf die ersten Sekundenbruchteile, in denen der Ball noch beim Aufschlagenden ist. Ein Punkt sieht wie ein Kampf aus und ist meistens die Fortsetzung eines Aufschlags. Was das für die Livewette heisst: Die Quote bewegt sich, während Sie überlegen, ob die Formation der letzten zwei Sätze auch für den dritten gilt. Kluger Rat, der nichts kostet: Setzen Sie im Tischtennis vor dem ersten Aufschlag, wenn Sie eine begründete Meinung haben, oder gar nicht. Wer live nachschiesst, bezahlt die Bewegung mit.
Und wenn Sie die Quote gefunden haben, die Ihnen gefällt, dann prüfen Sie, ob die Wette überhaupt aufgeht. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Für Tischtennis heisst das: Sätze und Entscheidungssätze zählen, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. Es kommt also nicht nur darauf an, dass Sie richtig liegen, sondern auch darauf, worauf Sie lagen.
Die Rechtslage: Tischtennis wetten ist erlaubt – solange die Bewilligung mitkommt
Wer «Tischtennis wetten verboten» sucht, sucht meistens nach einer Beruhigung. Die gibt es hier auch, aber nicht in der Form, in der sie versprochen wird. Sportwetten sind in der Schweiz nicht verboten. Sie sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e), und beaufsichtigt wird das Ganze von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Die ESBK ist nicht zuständig, denn die ESBK, die eidgenössische Spielbankenkommission, kontrolliert ausschliesslich die Casinos.

Zwei Veranstalter, die das Gesetz ausdrücklich kennt
Eine Bewilligung braucht in der Schweiz immer zwei Teile, eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach Art. 21 bis 25 BGS, und sie «gilt nur in der Schweiz», wie es Art. 4 BGS formuliert. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Es gibt deshalb keine Liste weiterer konzessionierter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt.
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, die IKV 2020; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen ist das das Swisslos-Vertragsgebiet. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Das ist die erste Einschränkung, die an dieser Stelle auf den Tisch gehört, weil sie vor jedem Bonus steht: Das Vertragsgebiet entscheidet, ob Sie überhaupt ein Konto eröffnen dürfen. Ein Wohnsitz im Kanton Zürich öffnet Sporttip und kein Jouez-Sport-Konto. Ein Wohnsitz im Kanton Genf macht es umgekehrt. Wer die Landesgrenze entlang zieht, wechselt die Seite des Systems, mit unterschiedlichen Produkten, unterschiedlichen Quoten und unterschiedlichen Märkten.
Was auf der Gespa-Liste steht – und was nicht
Die erlaubte Spielart ist eine geschlossene Liste. Das Wettangebot richtet sich nach der Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa in der Version vom 10. September 2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden stehen nur darauf, wenn sie einzeln aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie einzeln aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn eine Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingseinheiten sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Corner- und Kartenmärkte und keinen Esport-Bereich. Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind erlaubt, vor dem Ereignis und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält; eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das Gesetz nicht.
Wenn Sie also vor einem Sporttip-Markt sitzen und sich fragen, ob es den eigentlich «geben darf»: Diese Frage beantwortet die Liste, nicht das Werbematerial. Und wer wissen will, ob in einem Match auf Tischtennis überhaupt ein Markt verfügbar ist, prüft das Wettprogramm, nicht die Werbeseite.
Die Sperrliste und die Marken ohne Schweizer Bewilligung
Die Schweiz hat neben der Bewilligungspflicht ein zweites Instrument, und es ist offen gesagt ruppiger als das erste. Ohne Bewilligung dürfen in der Schweiz keine Sportwetten veranstaltet werden, und eine ausländische Bewilligung – ob Curacao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land – hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer trotzdem veranstaltet, macht sich strafbar: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Der Spieler selbst wird nicht bestraft. Der Einsatz und der Gewinn können jedoch in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ein fairer Spielverlauf – die Kontrolle darüber, dass wirklich nicht gezinkt wird – lässt sich gegen einen Anbieter ohne Schweizer Sitz praktisch kaum durchsetzen.
Um den Zugang zu den Nichtbewilligten zu verengen, veröffentlicht die Gespa eine Sperrliste. Die Gespa verzeichnet ausländische Domains, die die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS sperren (Art. 86 bis 93 BGS). Die erste Liste stammt vom 3. September 2019, am Ende von 2025 standen 671 Domains darauf. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden wiedergespiegelt, was die Gespa als Domain-Hopping bezeichnet und wofür sie Anbieter wie Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365 namentlich nennt. Wer eine Sperrseite an die Wand schlagen sieht, hat damit nicht den Anbieter abgeschafft, sondern nur den Weg zu ihm – und der wird umgeleitet.
Eine Warnung an die Adresse jeder Erwartungshaltung: In der Schweiz lässt sich eine Zahlung an einen unkonzessionierten Wettanbieter nicht auf der Ebene der Zahlungsabwicklung sperren. Banken oder Kartengesellschaften blockieren solche Zahlungen nicht auf Grundlage des schweizerischen Geldspielgesetzes. Wer hier eine Absicherung erwartet, findet keine.
Der Schutz der Wettenden: Limiten setzen, bevor die erste Wette läuft
Die zweite Schweizer Besonderheit – neben der kleinen Zahl der Veranstalter – ist der Schutzmechanismus. Bei den bewilligten Veranstaltern gehören Verlustlimiten und die Sperre zum Konto wie der Anmeldename, und zwar nicht als freiwillige Extras: Die Limiten sind vom Konto selbst nicht zu trennen.
Verlustlimiten: die 72 Stunden, die Sie teuer zu stehen kommen
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die 72 Stunden sind der Teil, den man beim ersten Lesen überliest. Sie funktionieren wie ein Sicherheitsverschluss auf einer Flasche, der einem selbst zurückhält. Wer nach zwei verlorenen Tischtennis-Sätzen denkt, dass die Limite zu tief ist, schreibt seine Erhöhung und wartet drei Tage – in denen sich der Ärger mit grosser Wahrscheinlichkeit nach dem dritten Satz erledigt. Genau dafür ist die Frist da.
Und noch ein Punkt, der gern mit der Werbeerzählung verwechselt wird: Es gibt in der Schweiz keine gesetzlich feste Einzahlungsobergrenze für Sportwetten. Die Limiten sind Sache der Wettenden, der Veranstalter muss lediglich nach Art. 87 VGS einen oder mehrere Höchstwerte für Tages-, Wochen- oder Monatseinsätze oder -verluste verlangen. Nach Gesetz senkt man sofort und erhöht nach 24 Stunden, Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an. Wer nach einem staatlichen Deckel sucht, sucht etwas, das es nicht gibt.
Die Spielsperre: ein Register, das überall gilt
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Der Rechtsrahmen dahinter ist Art. 80 bis 82 BGS, die Sperre von überschuldeten oder spielsuchtgefährdeten Personen und die Selbstsperre, die in einem gemeinsamen Register erfasst werden. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Und eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Hier ist eine Zahl, die man kennen sollte, und sie richtet sich an alle, die eine Verkaufsstelle für einen geschützten Raum halten. 2025 liess die Gespa Testkäufe durchführen. An Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Eine Quote von annähernd 50 soll nicht heissen, dass die Regeln nichts taugen. Sie soll heissen, dass die Theke nicht der Ort ist, an dem der Schutz passiert. Der Schutz passiert im Konto, mit Verifizierung der Identität, und dort funktioniert er: In der Schweiz gilt ein Konto pro Spieler mit verifizierter Identität (Art. 47 bis 52 VGS), und Minderjährige werden online nicht zugelassen (Art. 72 BGS).
Wer das Konto nicht bekommt
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Anonyme Konten existieren in der Schweiz nicht, und Gewinne sowie Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS); Kredite an Spielende sind nach Art. 75 Abs. 1 BGS ohnehin ausgeschlossen. Krypto- oder anonyme Auszahlungen sind hier kein Werkzeug, sondern ein Ausschlussgrund gegen die Anbieter, die sie anbieten. Bei Sporttip gilt zudem: Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, und wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Vorhersage und Strategie: wie ein Tipp entsteht und warum keiner sicher ist
Zu diesem Abschnitt gibt es eine Vorbemerkung, die wichtiger ist als alles Folgende: Einen sicheren Tipp gibt es nicht, und diese Seite nennt keinen. Wer in Tischtennis einen Gegner vorhersagen könnte, würde die Quote nicht veröffentlichen. Was es gibt, ist ein Verfahren, mit dem man zu einer Meinung kommt, die besser ist als die, die in der Quote schon steckt. Und eine Disziplin, die darüber entscheidet, ob man mit dieser Meinung über die Runden kommt.
Form, direkte Duelle und die Quote selbst
Die erste Quelle einer Vorhersage ist die Form: Wie hat ein Spieler in den letzten Wochen die entscheidenden Ballwechsel gewonnen, nicht nur die Partien. Die zweite Quelle ist das direkte Duell. Tischtennis ist eine Sportart, in der Materialeigenschaften und Rhythmus eine Rolle spielen – ein Gegner, der einen Aufschlagstil nicht mag, verliert auch gegen einen tiefer eingeschätzten Spieler, und die Quote des letzten Duells ist oft die ehrlichere Information als die Weltrangliste. Die dritte Quelle ist die Zahl, die niemanden zwingt: Ist die angebotene Quote überhaupt eine, mit der man arbeiten kann? An diesem Punkt läuft die Analyse in die Marge hinein, und wer lange genug dabei ist, weiss, dass sich an der Marge mehr entscheidet als an der Vorhersage.
Aus diesen drei Quellen wird ein Satz. Zwischen beiden Spielern liegt bei denselben Werten üblicherweise mindestens ein Vorteil – in der Quote wie im Kopf. Wenn eine Wette nicht zu einer Seite neigt, ist sie kein Markt, sondern eine Wette auf die Freundlichkeit des Zufalls. Eine Einschätzung, die nur sagt, dass es «eng» wird, ist in der Quote schon eingepreist.
Warum es keine Strategie gibt, die einen Verlust unschädlich macht
Es gibt eine Frage, die in diesem Feld ständig gestellt wird und deren Antwort die ganze Branche irritiert: Weshalb funktioniert keine Einsatzstrategie? Die Antwort hat mit einem Zahlenverhältnis zu tun, das man nicht wegtaktieren kann. Nach einem Verlust braucht es eine höhere Wette, um zum Stand von vorher zurückzukommen; nach jedem Einsatz wächst der Betrag, den eine Fortsetzung erzwingt, während die Limite und das Konto konstant bleiben. Bei Sporttip sitzt die Limite bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette. Eine Strategie, die mit jedem Verlust verdoppelt, kennt nur ein Ende: die Limite. Und sie kennt einen zweiten Feind, der schon in der Wette selbst steckt – die Marge aus dem vorigen Kapitel. Jeder Einsatz trägt diese Grundgebühr, also verteuert sich die Fortsetzung mit jedem weiteren Schritt. Wer sich darauf einlässt, spielt nicht gegen den Gegner, sondern gegen die eigene Rechnung.
Was diesen Punkt in der Schweiz noch schärfer macht, ist die Kontoidentität. Ein Konto pro Person mit verifizierter Identität, und Personen mit laufender Spielsperre kommen nicht zurück. Es ist der einzige Mechanismus in diesem System, der einen sich beschleunigenden Verlustlauf wirklich anhält.
Wie viel Einsatz das Budget pro Woche ist
Hier ist, was Praktiker sich in diesem Feld aufschreiben, und es steht im Gegensatz zur Atmosphäre der Sportart: Tischtennis wird in kurzen Sätzen gespielt, aber die Abrechnung führt über Wochen. Wer die Saison über dabei sein will, setzt einen festen Rahmen – nicht pro Partie, sondern für eine Woche – und behandelt alle Wetten der Woche als eine einzige Position. Bei einem Rahmen von CHF 100 pro Woche und einem Einsatz von CHF 5 pro Wette sind das 20 Wetten, und die 5 % Marge des Rechenbeispiels kosten bei diesem Programm CHF 100 × 5 % = CHF 5, wenn man nur die Bonus-Menge annimmt. Fünf Franken sind der Preis des Spiels. Wer kurzfristig im Minus ist, verdient an der Zahl der Wetten nichts zurück, sondern nur an der Qualität.
Dasselbe gilt für die Satzstruktur. Ein Spiel wird im Modus Best of five oder Best of seven gespielt. Wer darauf einsteigt, eine Partie über drei Sätze zu führen, muss damit rechnen, dass zwei Sätze nichts bedeuten und der vierte Zurückhaltung erzwingt. Und die ganze Rechnung fällt bei einem einzigen Umstand sofort in sich zusammen: Der Markt hat bereits entschieden, wie er die Serie sieht.
Turniere und Spielplan: welche Tischtennis-Ereignisse im Wettprogramm stehen
Wer wissen will, ob sein Wettprogramm überhaupt Tischtennis führt, braucht nicht die grossen Namen, sondern eine kalte Regel: Sichtbar ist, was die Liste führt, und nur das. Der Rahmen hingegen ist gross. Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch; weitere grosse Wettbewerbe sind Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour Grand Finals. Die vier Kategorien unterscheiden sich nicht nur sportlich, sondern in der Breite des Programms: Ein globales Teilnehmerfeld erzeugt mehr Partien, mehr Aussenseiter und mehr Märkte als ein Turnier, in dem sich ein halbes Dutzend Spieler seit Jahren kennt und die Buchmacher eine engere Einschätzung haben.
Wie der Modus die Märkte formt
Der Modus bestimmt, wie viele Linien ein Markt überhaupt braucht. Im Punktspielbetrieb wird Best of five gespielt, also drei Gewinnsätze, bei grossen Turnieren Best of seven, also vier Gewinnsätze. Eine Partie über drei Gewinnsätze lässt sich in drei Sätzen zu Ende bringen; eine über vier Gewinnsätze nicht. Ein Markt, der mit dem Gedanken an eine lange Serie gerechnet ist, und ein Markt, der sich nach einem frühen 0:2 schon fast erledigt hat, verhalten sich in der Livequote unterschiedlich – und genau das ist der Grund, weshalb sich der Wechsel zwischen Turnier- und Punktspielmodus in den Quoten niederschlägt und nicht nur in den Ergebnissen. Wer beide Modi mit derselben Erwartung angeht, hat eine Annahme über den Gegner gemacht, die für den einen Modus nicht gilt.
Zu den kurzen Sätzen kommt die Sonderregel: Ein Satz endet bei 11 Punkten mit 2 Punkten Vorsprung, bei 10:10 wird verlängert. Ein Satz kann also 12:10 enden oder 17:15, und wer die Wette auf «Satzgewinn» zu einem dieser Endstände abschliesst und im entscheidenden Moment Geld zurückfordert, weil sein Spieler bei 10:10 geführt hat, sollte die Verlängerungsregel kennen.
Der Rahmen der Sportart – und was daraus für einen Markt folgt
Der Weltverband, die ITTF, wurde 1926 in Berlin gegründet. Die olympische Premiere war 1988, seither ist das Kalenderjahr reich an Gelegenheiten. Aus der Sicht eines Wettenden erzeugt der grosse Rahmen eines: Tiefe im Programm und, in den grossen Turnieren, die Zahlen des internationalen Spitzenfeldes – nicht die einer Gemeindeplatte.
Die Sportart selbst verändert sich weiter, und das wirkt auf die Voraussagen. Seit dem 1. Januar 2018 wird nur noch mit Kunststoffbällen von 40 mm Durchmesser und 2,7 g gespielt; beschlossen hatte den Wechsel 2014 die ITTF. Der Ball ist leichter und neigt weniger zum Spin, was das Spiel um ein Weniges gleichmässiger macht. Die Regeln von Regelwerk und Ausrüstung wechseln mit den Jahren, und die praktische Konsequenz für einen Tipp ist einfach: Prüfen Sie, wann ein Duell zuletzt gespielt wurde, und wetten Sie nicht auf eine Zahl aus einer Saison mit anderem Material.
Und weil die Sportart so kurz ist, ist der Blick darauf so gut. Eine Partie lässt sich in der Nachmittagspause ansehen, und der Abend bleibt frei. Das hat im Wettangebot eine praktische Konsequenz: Für Tischtennis wird live am häufigsten dann gewettet, wenn das Spiel ohnehin Grund für die Bildschirmnähe ist – etwa während eines Turnierwochenendes oder während der Olympischen Spiele. Der Aufwand, wirklich mitzuschauen, ist bei dieser Sportart kleiner als bei jeder anderen.
Vergleich der Veranstalter: Bewilligung, Modus und was jede Linie kostet
An diesem Punkt wird es unbequem, und es lohnt sich, die Unbequemlichkeit sichtbar zu machen, bevor eine einzige Marke auftritt. Die Schweiz kennt zwei Veranstalter mit Bewilligung, und daneben kennt jeder, der in diesem Feld unterwegs ist, eine zweite Gruppe: ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Diese Marken sind hier gelistet, weil Schweizer Spielende ihnen begegnen, und sie werden nach denselben Kriterien bewertet. Bewertet heisst nicht eingeladen. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen in der Schweiz Sportwetten veranstalten, und eine Bewilligung, die ein ausländisches Unternehmen für sich beansprucht, entfaltet in der Schweiz nach Art. 4 BGS keine Wirkung, gleichgültig, wie überzeugend sie auf dessen Seite dargestellt ist. Werbung für ein in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und nach Art. 131 BGS mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 strafbar – weshalb diese Seite beschreibt und bewertet, aber zu nichts auffordert.
Was die zwei Gruppen trennt, ist an einem Beispiel zu sehen, das mit Werbung nichts zu tun hat: Wann wird ein Guthaben ausbezahlt? In der Schweiz setzt das Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers voraus (Art. 50 Abs. 2 VGS), und Kredite an Spielende sind ausgeschlossen (Art. 75 Abs. 1 BGS). Ein System, das auf anonyme Auszahlungen baut, hat in dieser Ordnung keinen Platz – und die Ordnung ist die stärkere Seite, weil die Aufsicht hinter ihr steht.
| Veranstalter | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin bzw. gemeldete Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Beaufsichtigung durch die Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; gestützt auf die IKV 2020, Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Beaufsichtigung durch die Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
| Playzilla | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
| Donbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz gültige Bewilligung; gemeldete Bewilligung nicht festgestellt |
Swisslos Sporttip: das grösste Vertragsgebiet und ein Cash-Out mit Bedingungen
Swisslos ist die grösste der beiden Veranstalterinnen und mit Sitz in Basel die ältere Institution. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, bekommt ein Konto; wer nicht dort wohnt, bekommt keines, und das ist keine Kulanzfrage, sondern die Konsequenz aus einem Bewilligungsrahmen, der zwei Veranstalter und ihre Gebiete kennt.
Beim Produkt selbst fällt ein Detail besonders auf, und es ist keine Kleinigkeit. Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; anbieten muss Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten. Ein Cash-Out ist damit auch bei Sporttip keine Versicherung, sondern ein zweiter, nachträglich gesetzter Handel, und der Preis dieses Handels liegt beim Gegenüber.
Wer eine Livewette platziert und beim ersten Rückstand den Cash-Out sucht, zahlt für die Sicherheit, die er sucht, einen Abschlag, der nirgends garantiert ist. Dazu kommt der Formalfall, der im Tischtennis Zeitdruck erzeugt: Er ist bei Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. In einer Sportart, in der ein Satz drei Minuten dauert, heisst «vollständig» vor allem: ganz oder gar nicht, und zwar sofort.
Die zweite Eigenheit betrifft Kombinationen. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung lassen sich bei Sporttip nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombinieren. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für Tischtennis ist das praktisch relevant: Wer zwei Märkte desselben Spiels kombiniert, hat im Erfolgsfall den Gewinn und im Zweifelsfall die Rückerstattung des Einsatzes – also die Chancen ohne den Ertrag.
Und dann ist da noch die Zahl, die man sich merken sollte, wenn man Swisslos nicht nur für seine Konten hält: Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die damit Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt.
Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Das ist der öffentlich-rechtliche Auftrag, sichtbar in Zahlen, und es ist auch die Erklärung, weshalb das Produkt so aussieht, wie es aussieht: Die Sportwetten sind im Swisslos-Portfolio die kleinere Position, und wer sein Konto im Wissen darum eröffnet, weiss wenigstens, wer auf der anderen Seite sitzt.
Was bei Swisslos in der Praxis zählt, ist die Verbindung aus einem weiten Gebiet, einem Live-Angebot mit klaren Grenzen und einem Cash-Out, der nicht auf jeden Markt wartet. Wer in der Deutschschweiz wohnt und Einzelwetten vor dem ersten Aufschlag mag, findet hier das Angebot, für das die Bewilligung gemacht ist. Wer dagegen einen Teilgewinn sichern will, stösst auf eine Bedingung, die in der Sportart mit den kürzesten Sätzen am härtesten wirkt.
Loterie Romande Jouez Sport: sechs Kantone, ein anderes Produkt
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, von Lausanne aus, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kommt an Sporttip nicht heran, und umgekehrt.
Das ist die praktische Konsequenz der föderalen Konstruktion: Keine der beiden Veranstalterinnen bedient die ganze Schweiz, und die Wahl zwischen ihnen gibt es nicht, weil sie einem nicht offensteht.
Aus diesem Grund ist der Vergleich an diesem Punkt ein Vergleich ohne Auswahl. Eine Westschweizer Leserin kann nicht die Marge der Deutschschweizer Sportwetten gegen die ihrer eigenen abwägen, und wer am Arbeitsort in Genf wohnt und am Wochenende im Kanton Waadt, behält sein Konto trotzdem bei der Veranstalterin seines Wohnsitzes. Das ist die Grenze, an der die föderale Struktur unmittelbar auf den Wettschein durchschlägt.
Die Voraussetzungen sind auf beiden Seiten des Landes dieselben: Bewilligung nach BGS, Aufsicht durch die Gespa, Mindestalter 18, Verlustlimiten, Register der Spielsperren, Auszahlung nur auf ein Konto im eigenen Namen. Für den Vergleich heisst das: Die beiden Veranstalterinnen unterscheiden sich nicht in der Rechtsstellung, sondern im Produkt, im Marktangebot und im Vertragsgebiet. Wer in der Westschweiz die Margen der angebotenen Tischtennismärkte prüfen will, kann das nur mit seinem eigenen Konto, und er sollte es tun – die Zahl, die er dabei ausrechnet, ist dieselbe Grösse, die er in jedem anderen Markt eines anderen Landes bezahlen würde, nur an einer Stelle des Systems, die ihm niemand nennt.
Die Marken ohne Schweizer Bewilligung: was sie unterscheidet und was nicht
Bei den folgenden Marken ist der entscheidende Punkt nicht das, was sie bieten, sondern das, was an ihnen fehlt. Keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung; eine Bewilligung aus einem anderen Land entfaltet in der Schweiz nach Art. 4 BGS keine Wirkung. Sie sind nicht an das schweizerische Sperrregister angebunden, und es gibt gegen sie kein Schweizer Rechtsmittel, wenn eine Auszahlung ausbleibt, ein Konto gesperrt wird oder ein Streit über den Ausgang einer Wette entsteht. Ihre Domains können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt und von den Schweizer Telekom-Anbietern per DNS blockiert werden – was geschieht, wenn jemand den Anbieter trotzdem zugänglich hält, bleibt eine Frage an diesen Anbieter und nicht an den Schweizer Rechtsstaat.
Zu den einzelnen Marken ist in den hier herangezogenen Unterlagen ausser der Bewilligungslage nichts festgestellt. Keine dieser Marken wird deshalb in diesem Abschnitt mit einem Angebot, einer Limite, einer Quote oder einer Zahlungsweise beschrieben. Wer eine dieser Adressen prüft, klärt vor jedem Einsatz die Bewilligung, den Sitz des Anbieters, die Bedingungen zur Auszahlung und den Umgang mit Beschwerden – nicht die Werbeseite, sondern die eigenen Bedingungen.
Zum Vergleich: Rabona, Betscore, Playzilla, Sportuna, Bettilt, Bruce Bet, Donbet und Rainbet haben keine Schweizer Bewilligung; eine in der Schweiz gültige Bewilligung fehlt, und eine im Ausland gemeldete ist hier nicht massgeblich. Wer aus einem dieser Anbieter einen bevorzugten macht, entscheidet sich nicht für eine bessere Quote auf Tischtennis, sondern gegen den Schweizer Rechtsweg. Und wer sich für die bewilligten Veranstalter entscheidet, entscheidet sich nicht für ein Produktversprechen, sondern für den Weg, auf dem am Ende ein Auszahlungsanspruch auch durchgesetzt werden kann. Das ist die Wahl; das andere ist kein Angebot.
Steuern, Auszahlung und der öffentlich-rechtliche Auftrag: was vom Gewinn bleibt
Ein Sportwettengewinn in der Schweiz ist bis zu einer Schwelle steuerfrei, und diese Schwelle ist so hoch, dass sie für praktisch jeden Tischtenniswettenden bedeutungslos ist. Gewinne aus schweizerisch bewilligten Grossspielen – die ESTV nennt die Sportwetten ausdrücklich – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn von der Einkommenssteuer befreit; besteuert wird erst darüber. Der Freibetrag auf Bundesebene beträgt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000, im Jahr 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb an dieser Stelle «je nach Kanton» die einzig richtige Formulierung ist. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die man über die Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückholt.
Wer hier eine Steuer auf jedem Gewinn erwartet, wird enttäuscht: Eine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze existiert nicht. Und wer umgekehrt glaubt, dass ein Gewinn bei einem unkonzessionierten Anbieter steuerfrei davonkommt, sollte wissen, dass Gewinne bei ausländischen Anbietern zwar nicht der Verrechnungssteuer unterliegen, dass aber die kantonale Praxis – Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als vollständig steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe – die Rechnung anders aussehen lassen kann. Die Auskunft dazu erteilt der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung, nicht die Seite des Anbieters.
Die zweite Hälfte der Rechnung betrifft die Auszahlung selbst. Guthaben und Gewinne gehen in der Schweiz nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS), und Kredite an Spielende sind nach Art. 75 Abs. 1 BGS ausgeschlossen. Ein Konto, das nicht auf den eigenen Namen läuft, ist damit kein Schlupfloch, sondern eine Blockade. Bei den bewilligten Veranstaltern ist das keine Kulanz, sondern die Konstruktion des Systems, und sie ist der Grund, warum das Kontensystem hier so eng ist, wie es ist: Es soll nicht schneller gehen, es soll nachvollziehbar sein.
Und dann ist da noch der Teil, der am wenigsten mit Quoten zu tun hat, aber am meisten mit dem Produkt. Der Nettogewinn fliesst in die Kantone und in gemeinnützige Zwecke (Art. 125 BGS). Swisslos verteilte für 2025 CHF 562 Mio. Reingewinn, davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, aus Sportwetten allein CHF 109 Mio., nach CHF 122 Mio. im Vorjahr. Der Sportwettenzweig ist also der kleine Bruder der Lotterien, und das erklärt eine Menge: Warum das Wettangebot einer geschlossenen Liste folgt, warum es nicht jeden Markt gibt und warum die Veranstalter sich nicht wie Wettbewerber um ein Produkt bewegen, das um jeden Preis wachsen müsste. Der Rückgang von CHF 122 Mio. auf CHF 109 Mio. in einem Jahr, in dem der Sportbetrieb wieder normal war, sagt mehr über die Grenzen dieses Marktes als jede Wachstumsprognose.
Was die Marge im Tischtennis für Ihren Einsatz bedeutet
Am Ende steht eine Zahl, die alles zusammenfasst, und sie ist unpopulär. Eine Zweiwegemarke mit 1.90 auf beiden Seiten – wieder das Rechenbeispiel, nicht eine zitierte Marktquote – zahlt 95 % des Gesamteinsatzes aus und behält 5 %. Diese 5 % sind keine Sportartfrage, aber im Tischtennis werden sie häufiger abgerechnet als anderswo, weil ein Wettender hier mehr Einsätze in kürzerer Zeit absolviert. Zwanzig Wetten zu CHF 5 mit je 5 % Marge sind nicht zwanzig Gelegenheiten, sondern ein Kostenband von ungefähr CHF 5 – und das ist die Zahl, mit der die Woche beginnt, nicht die Zahl am Ende.
Das ist die eine Seite der Rechnung. Die andere Seite ist eine Grenze, die man in der Schweiz nicht mit einem grösseren Einsatz nach oben verschieben kann: die Limite. Bei Sporttip liegt sie bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, und sie ist kein Versehen, sondern Bestandteil eines Systems, das seinen Gewinn nicht aus dem Volumen eines einzelnen Kontos bezieht. Wer eine 1.90er Quote mit einem höheren Betrag begleiten will, merkt an dieser Grenze, dass er es mit einem öffentlich-rechtlichen Produkt zu tun hat und nicht mit einem Buchmacher, der um Einzahlungen konkurriert.
Wer in der Schweiz Tischtennis wetten will, hat also zwei Dinge zu tun, und sie sind beide unromantisch. Erstens: das Konto bei dem Veranstalter, in dessen Vertragsgebiet der eigene Wohnsitz liegt, und Verlustlimiten, bevor der erste Aufschlag passiert. Zweitens: die eigene Rechnung führen, weil sie die einzige ist, die wirklich über die Runden entscheidet. Die Sportart dauert zwischen Aufschlag und Satzende ein paar Minuten; die Konsequenzen halten länger.
Häufige Fragen zu Tischtennis-Wetten in der Schweiz
Sind Tischtennis-Wetten in der Schweiz verboten?
Verboten sind sie nicht. Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und beaufsichtigt durch die Gespa, doch veranstalten dürfen sie nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Für ein Online-Konto braucht es einen Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet.
Steht Tischtennis mit seinen Turnieren auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten?
Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, in der Fassung vom 10. September 2026. Was dort nicht steht, ist nicht bewilligt – Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe nur, wenn sie einzeln aufgeführt sind. Esports fehlt, Corner- und Kartenmärkte fehlen.
Welche Wettarten ergeben sich aus dem Modus Best of five und Best of seven?
Im Punktspielbetrieb stehen drei Gewinnsätze im Best of five, bei grossen Turnieren vier im Best of seven; ein Satz endet bei 11 Punkten mit zwei Punkten Vorsprung, bei 10:10 wird verlängert. Daraus ergeben sich Satz-, Partie- und Handicapmärkte, deren Wert mit der Zahl möglicher Sätze steigt und fällt.
Wie lässt sich eine Vorhersage begründen, und warum gibt es keine sichere Strategie?
Eine Begründung stützt sich auf Form, direkte Duelle und die angebotene Quote. Sicher ist sie nie: Jeder Einsatz trägt die Marge des Marktes, ein Spiel kann in jedem Satz kippen, und eine Erhöhung der Einsätze nach Verlusten stösst an die Limite von CHF 1’000 bei Swisslos.
Was bedeutet die Marge, und wie wirkt sie sich auf Livewetten bei kurzen Ballwechseln aus?
Die Marge ist der Teil des Marktes, der beim Veranstalter bleibt. Bei einer Zweiwegemarke mit 1.90 auf beiden Seiten liegt die Auszahlungsquote bei 95 %, die Marge also bei 5 %. Weil Tischtennispunkte in Sekunden entstehen, sind die Livequoten besonders beweglich – und eine Wette nach dem Eintreffen des Ausgangs zählt mit Quote 1.00.
Wie funktionieren Verlustlimiten und Spielsperre bei den bewilligten Veranstaltern?
Vor der ersten Teilnahme sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register erfasst.
Sportarten – wettenlegalch
Inhalt erstellt vom Team «wettenlegalch»
